„Heute denken morgen fertig“ – Martin Kippenberger im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart in Berlin
„sehr gut | very good“
Berlin
23.02.2013– 18.08.2013
Martin Kippenberger: „sehr gut | very good“
Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin
23.02.2013– 18.08.2013
Martin Kippenberger: „sehr gut | very good“
Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin
Martin Kippenberger wäre in diesem Jahr 60 geworden. Zu Ehren des seit Ende der 1970er als Demonteur traditioneller Kunstbegriffe gefürchteten Allround-Künstlers organisiert der Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwartskunst in Berlin eine Ausstellung mit keinem geringeren Anspruch, als die gesamte Bandbreite der künstlerischen Produktion Kippenbergers, der 1997 nach einem exzessiven Leben an Leberkrebs starb, zu geben.
Stets ironisch und den Schalk im Nacken rückte Kippenberger dem elitären Kunstbetrieb und dem Klischee vom genialen Künstler auf den Leib. So malte er 1981 für die Serie Lieber Maler male mir keinen Strich selbst, sondern bestellte die Bilder bei einem Kinoplakatmaler. In Berlin, wo der in Dortmund geborene Künstler von 1978 bis 1981 lebte, tauschte er die in Öl gemalten Bilder seiner Serie Uno di voi, un tedesco in Firenze kurzentschlossen gegen kostenloses Essen und Trinken in der Paris Bar ein.
Neben der Malerei und Bildhauerei widmete sich Kippenberger leidenschaftlich der Grafik – er entwarf rund 140 Plakate – und schrieb: Aus seiner Feder stammt unter anderem das Formel-1-Poem („Heute denken morgen fertig“) und der Band 241 Bildtitel zum Ausleihen für Künstler. Die Abschlussnote für sein Werk verpasste sich Kippenberger auf den sogenannten weißen Bildern 1991 selbst: „sehr gut | very good“.
Stets ironisch und den Schalk im Nacken rückte Kippenberger dem elitären Kunstbetrieb und dem Klischee vom genialen Künstler auf den Leib. So malte er 1981 für die Serie Lieber Maler male mir keinen Strich selbst, sondern bestellte die Bilder bei einem Kinoplakatmaler. In Berlin, wo der in Dortmund geborene Künstler von 1978 bis 1981 lebte, tauschte er die in Öl gemalten Bilder seiner Serie Uno di voi, un tedesco in Firenze kurzentschlossen gegen kostenloses Essen und Trinken in der Paris Bar ein.
Neben der Malerei und Bildhauerei widmete sich Kippenberger leidenschaftlich der Grafik – er entwarf rund 140 Plakate – und schrieb: Aus seiner Feder stammt unter anderem das Formel-1-Poem („Heute denken morgen fertig“) und der Band 241 Bildtitel zum Ausleihen für Künstler. Die Abschlussnote für sein Werk verpasste sich Kippenberger auf den sogenannten weißen Bildern 1991 selbst: „sehr gut | very good“.
Diedrich Diederichsen (Hg.)
„Martin Kippenberger – Wie es wirklich war – Am Beispiel Lyrik und Prosa“, Edition Suhrkamp 2007, 359 Seiten, 12 Euro. Mehr …
„Martin Kippenberger – Wie es wirklich war – Am Beispiel Lyrik und Prosa“, Edition Suhrkamp 2007, 359 Seiten, 12 Euro. Mehr …
Verena Hütter
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
Februar 2013
Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie uns!
internet-redaktion@goethe.de
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Februar 2013
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