Purzelbäume im öffentlichen Raum – Die Ausstellung „Die Irregulären. Ökonomien des Abweichens“ in Berlin kombiniert Nerds und Kunst
Nerds und Kunst
Berlin
20.04.2013– 02.06.2013
„Die Irregulären. Ökonomien des Abweichens“
NGBK Berlin
20.04.2013– 02.06.2013
„Die Irregulären. Ökonomien des Abweichens“
NGBK Berlin
Der Nerd: per Definition ein Eigenbrötler mit hohem IQ und exzellenten Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet. Einst von seinem Umfeld eher negativ wahrgenommen, passen mittlerweile zwar noch die Fähigkeiten zur Typ-Beschreibung, ansonsten aber hat sich das Image des Nerds ziemlich gewandelt – es bewegt sich irgendwo zwischen Hipster mit Hornbrille und einflussreichem Spezialisten. Diese neue Positionierung thematisieren die Veranstalter der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) in der Ausstellung Die Irregulären. Ökonomien des Abweichens. Sie kombinieren den Nerd mit der Kunst des Andersseins. Gleichzeitig hinterfragen sie, inwieweit sich diese künstlerische Kombination überhaupt noch abheben kann von einer Gesellschaft, in der Kreativität und Andersartigkeit immer mehr zur Norm werden.
Die Ausstellung will Künstler versammeln, die ein „eigenes Expertentum“ und „virtuose, dilettantische und nerdige Arbeitsweisen und Strategien des Abweichens“ ausleben. Der Berliner Künstler Nasan Tur zum Beispiel lässt einen Mann Purzelbäume in verschiedenen öffentlichen Räumen schlagen und fängt die Reaktionen der Umstehenden mit der Videokamera ein. Klara Hobza, die als künstlerisches Projekt Europa durchtauchen möchte, isst im Tauchunterricht auch mal eine Banane unter Wasser, und Fabian Hesse erforscht in seinen Arbeiten sowohl den öffentlichen Raum als auch den Cyberspace – unter anderem mit Modellen, die er mit einen 3-D-Drucker und einer Schnur aus Kunststoff plastisch werden lässt.
Die Ausstellung will Künstler versammeln, die ein „eigenes Expertentum“ und „virtuose, dilettantische und nerdige Arbeitsweisen und Strategien des Abweichens“ ausleben. Der Berliner Künstler Nasan Tur zum Beispiel lässt einen Mann Purzelbäume in verschiedenen öffentlichen Räumen schlagen und fängt die Reaktionen der Umstehenden mit der Videokamera ein. Klara Hobza, die als künstlerisches Projekt Europa durchtauchen möchte, isst im Tauchunterricht auch mal eine Banane unter Wasser, und Fabian Hesse erforscht in seinen Arbeiten sowohl den öffentlichen Raum als auch den Cyberspace – unter anderem mit Modellen, die er mit einen 3-D-Drucker und einer Schnur aus Kunststoff plastisch werden lässt.
Begleitbuch: „Glossar inflationärer Begriffe“, NGBK, Berlin 2013, 12 Euro. Mehr …
Katrin Baumer
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
April 2013
Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie uns!
internet-redaktion@goethe.de
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April 2013
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Links zum Thema
- NGBK Berlin


- Durch Europa tauchen – Klara Hobza im Gespräch (goethe.de)


- Das Atelier als Labor. Die Preisträger des Ars-Viva-Kunstpreises stellen in Stuttgart aus (goethe.de/kunstkalender 2011)


- Meister des Hula-Hoop – Nasan Tur stellt in der Kunsthalle Mannheim aus (goethe.de/kunstkalender 2012)


- Nerd me up, please – die Nerd Nite in München (goethe.de)













