Von malenden Weibern und Weberschulen – die Künstlerkolonie Worpswede zeigt „Malerinnen im Aufbruch“
Die Malweiber um 1900
Worpswede
16.06.2013–13.10.2013
„Malerinnen im Aufbruch“
Museen Worpswede
16.06.2013–13.10.2013
„Malerinnen im Aufbruch“
Museen Worpswede
Viele Touristen, die nach Worpswede nahe Bremen kommen, wollen Künstler sehen. Die Gemeinde ist bekannt für ihre 1889 gegründete Künstlerkolonie. Auch Paula Modersohn-Becker kam 1897 zu Besuch in die Kolonie – und blieb, um Künstlerin zu sein. Sie war eines der sogenannten „Malweiber“ – eine abwertende Bezeichnung für Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich malend in der Öffentlichkeit zeigten. Paula Modersohn-Becker und anderen Pionierinnen, die sich trotz fehlender akademischer Ausbildung in der damaligen Männerdomäne Kunst durchsetzten, sind vier Sonderausstellungen in den Worpsweder Museen gewidmet. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Julie Wolfthorn und Martha Vogeler. Wolfthorn wurde vor allem durch ihre Porträtmalerei bekannt und setzte sich Zeit ihres Lebens für weibliche Kunstschaffende und ihre Zulassung an Kunstakademien ein. Sie starb 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt, ihre Arbeiten waren zur Zeit des Nationalsozialismus als „entartete Kunst“ verboten. Martha Vogeler wollte Traditionelles bewahren und spezialisierte sich mit ihrer Hand- und Kunstweberei auf textile Volkskunst. Bereits vor ihrer Scheidung von dem Maler Heinrich Vogeler war sie künstlerisch tätig, danach richtete sie sich eine Weberei und ein Heimatmuseum ein und verabschiedete sich damit von der passiven Rolle als Muse und Modell für ihren Mann.
Kulturstiftung Landkreis Osterholz (Hg.): Begegnungen. Malerinnen aus den
Künstlerkolonien Kerteminde und Worpswede, deutsch/dänisch, 14.50 Euro.
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Katrin Baumer
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
Juni 2013
Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie uns!
internet-redaktion@goethe.de
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