Von der Freiheit, die man sich nehmen muss – Meret Oppenheim im Martin-Gropius-Bau in Berlin
Retrospektive
Berlin
16.08.2013–01.12.2013
„Meret Oppenheim. Retrospektive“
Martin-Gropius-Bau Berlin
16.08.2013–01.12.2013
„Meret Oppenheim. Retrospektive“
Martin-Gropius-Bau Berlin
Sie wurde für ihre Eigenwilligkeit geschätzt und ihre Experimentierfreude, die vor keinem Material und vor keinem Genre haltmachte – 2013 wäre Meret Oppenheim 100 Jahre alt geworden. In ihrer Geburtsstadt Berlin widmet der Martin-Gropius-Bau der Künstlerin eine Retrospektive.
Die längste Zeit ihres Lebens verbringt Meret Oppenheim in der Schweiz. In den Dreißigerjahren lebt sie eine Zeitlang in Paris, der Hauptstadt des Surrealismus. Dort freundet sie sich mit Alberto Giacometti, Hans Arp und Max Ernst an. Mit einem Schlag berühmt wird sie 1936 mit einer mit Pelz überzogenen Tasse, die André Breton Frühstück im Pelz betitelt.
Bis zu ihrem Tod 1985 in Basel entstehen Zeichnungen, Gemälde, Objekte, Collagen, Gedichte, Schmuckstücke und Mode. Oppenheim thematisiert – nie humorfrei – Träume und Mythen, das Unsichtbare und die Verwandlung – zwischen Tier und Mensch oder zwischen den Geschlechtern. Einem rein feministischen Zugang verwehrt sie sich stets. Ob ein Glas mit Eichhörnchen-Schwanz, ein Halsband mit Mund oder ein Paar an den Spitzen verbundene Schnürschuhe – gemeinsamer Nenner im Werk von Meret Oppenheim sind höchstens die Nonkonformität und die Konsequenz, jedweden Einfall umzusetzen. „Die Freiheit“, sagt Meret Oppenheim 1975, „wird einem nicht gegeben, man muss sie sich nehmen“.
Die längste Zeit ihres Lebens verbringt Meret Oppenheim in der Schweiz. In den Dreißigerjahren lebt sie eine Zeitlang in Paris, der Hauptstadt des Surrealismus. Dort freundet sie sich mit Alberto Giacometti, Hans Arp und Max Ernst an. Mit einem Schlag berühmt wird sie 1936 mit einer mit Pelz überzogenen Tasse, die André Breton Frühstück im Pelz betitelt.
Bis zu ihrem Tod 1985 in Basel entstehen Zeichnungen, Gemälde, Objekte, Collagen, Gedichte, Schmuckstücke und Mode. Oppenheim thematisiert – nie humorfrei – Träume und Mythen, das Unsichtbare und die Verwandlung – zwischen Tier und Mensch oder zwischen den Geschlechtern. Einem rein feministischen Zugang verwehrt sie sich stets. Ob ein Glas mit Eichhörnchen-Schwanz, ein Halsband mit Mund oder ein Paar an den Spitzen verbundene Schnürschuhe – gemeinsamer Nenner im Werk von Meret Oppenheim sind höchstens die Nonkonformität und die Konsequenz, jedweden Einfall umzusetzen. „Die Freiheit“, sagt Meret Oppenheim 1975, „wird einem nicht gegeben, man muss sie sich nehmen“.
Ingried Brugger, Heike Eipeldauer, Gereon Sievernich (Hg.):
„Meret Oppenheim. Retrospektive“, Hatje Cantz Verlag Ostfildern, 2013, 312 Seiten, englisch/deutsch, 39,80 Euro. Mehr …
„Meret Oppenheim. Retrospektive“, Hatje Cantz Verlag Ostfildern, 2013, 312 Seiten, englisch/deutsch, 39,80 Euro. Mehr …
Verena Hütter
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
August 2013
Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie uns!
internet-redaktion@goethe.de
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August 2013
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