Andreas Broeckmann

Kuratorisches Statement

Die 'Sorge' meiner kuratorischen Arbeit richtet sich gleichermaßen auf die KünstlerInnen, auf das künstlerische Werk oder Projekt, und auf das Publikum. Bisweilen muß man als Kurator einen Künstler oder eine Künstlerin erst von ihrem Werk überzeugen; dann wieder ist die Hauptaufgabe des Kurators, ein Thema oder einen Komplex an Projekten so zu präsentieren, dass sie die Neugier und das Interesse des Publikums wecken. Stets geht es um die Vermittlung dieser unterschiedlichen Positionen.

Dabei geht es mir um Kunst als besondere Form des Ausdrucks und der Erkenntnis, als Ergebnis von leidenschaftlicher Arbeit und kritischer Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, mit gesellschaftlichen Phänomenen und Fragestellungen. Kunst markiert bestenfalls die Flächen der größten Reibung zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Sphären und Systemen.

Ein besonderes persönliches Interesse verbindet mich mit dem Verhältnis von Kunst und Technologie, vor allem in der Reflektion von Kunst auf die kulturelle, die politische und die ästhetische Bedeutung verschiedener Techniken in der modernen Gesellschaft, vom späteren 19. Jahrhunderts bis heute. Hierbei spielen digitale Medien zwar eine wichtige Rolle, doch schwächt sich deren Besonderheit in dem Maße ab, wie sie als normale künstlerische Techniken in das Instrumentarium gegenwärtiger Kunstpraxis aufgenommen werden.

Link zu meinem Essay: Über das Festival (2004)

(Andreas Broeckmann, 2009)

Andreas broeckmann 2009, Copyright: Andreas Broeckmann
Andreas Broeckmann
Kunstwissenschaftler und Kurator, Berlin und Lüneburg

Schlagworte
Digitale Kultur
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Musik/Klangkunst