Iris Dressler / Hans D. Christ

Biografische Informationen

Iris Dressler (1966 geboren, Studium der Kunstgeschichte in Marburg und Bochum) und Hans D. Christ (1963 geboren, Kunst- und Germanistik-Studium in Dortmund) leiten seit 2005 gemeinsam den Württembergischen Kunstverein in Stuttgart.

1996 gründeten Hans D. Christ und Iris Dressler den hartware medien kunst verein als unabhängige Plattform für die Präsentation zeitgenössischer Kunst in Dortmund. Ein wesentliches Merkmal ihrer Tätigkeit bis 2003 war die Entwicklung einer eigenen Institution für die zeitgenössische Kunst. In diesen Jahren fanden die Ausstellungen des hartware medien kunst verein an immer wechselnden Standorten statt, von existierenden Museen über den öffentlichen Raum bis hin zu Industriedenkmälern. Seit 2003 ist der hartware medien kunst verein in einer 2500 qm großen ehemaligen Industriehalle untergebracht; nach dem Wechsel von Dressler und Christ an den Württembergischen Kunstverein 2005 übernahm Inke Arns die Leitung der Institution.

Zu den zentralen Projekten des Kuratorenteams Dressler/Christ gehören seit 1996 neben verschiedenen größeren internationalen Ausstellungen auch Workshops, Filmprogramme und Forschungsprojekte. Das Ausstellungsprogramm orientiert sich an den aktuellen Fragen kuratorischer Arbeit; statt von einer vordefinierten Position auszugehen, werden Kooperationen initiiert, die Inhalte und Ausrichtung des Programms international erweitern. Hierfür stehen unter anderem Projekte wie „Muntadas:Protokolle“ oder „On Difference #1 / #2“ (2006), das in Kooperation mit Künstlern wie Ricardo Basbaum (Rio de Janeiro), Dan und Lia Perjovschi vom Center for Art Analysis in Bukarest, Lucien Samaha von der Arab Image Foundation in Beirut und weiteren Partnern aus Budapest, Sofia, Ljubljana, Seoul, Neu Delhi, Rotterdam, Valencia, Novi Sad, entstand.

Zudem werden immer wieder Formate der zeitgenössischen Kunstproduktion aufgegriffen, die noch nicht in den gängigen Kanon aufgenommen wurden, wie etwa in der zusammen mit Tilman Baumgärtel entwickelten Ausstellung „games. Computer games of artists” (2003). Einen weiteren programmatischen Schwerpunkt bilden darüber hinaus Veranstaltungsformate wie der internationale Kongress „404. Object Not Found. What remains of media art?” (2003) über die Produktion, Präsentation and Konservierung von Medienkunst.

Iris Dressler 2006, Copyright: Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Fotograf: L. Samaha
Iris Dressler
Direktorin | Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Schlagworte
Gegenwartskunst
Medienkunst
Digitale Kultur
Zeichnung
Film/Video
Interdisziplinäre Projekte
Kultur- und Wissensproduktion
Soziale Prozesse

Kontakt:
Iris Dressler