Susanne Jaschko

Kuratorisches Statement

In meiner kuratorischen Arbeit versuche ich eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und kulturellen Phänomen der Gegenwart. Meine thematisch fokussierten Ausstellungen setzen an den Punkten an, an denen sich ein kultureller oder gesellschaftlicher Wandel vollzieht, der unsere Welt und oft auch unser alltägliches Leben maßgeblich beeinflusst. So stellt zum Beispiel die Ausstellung „urban interface“ das sich wandelnde Verständnis von Privatheit und Öffentlichkeit, von privatem und öffentlichem Raum, in den Mittelpunkt und macht diesen auf mehreren Projektebenen sichtbar. Die SCAPE Biennale für Kunst im öffentlichen Raum in Neuseeland trägt 2006 den Titel „don’t misbehave!“, der auf das wachsende Missverhältnis von einer offiziellen Konsensuskultur und experimenteller künstlerischer Praxis anspielt.

Wenngleich der Schwerpunkt meiner kuratorischen Praxis nun seit Jahren auf der elektronischen Kunst liegt, versuche ich als freie Kuratorin die Zusammenführung von oft noch als sich gegenseitig ausschließend empfundenen Bereichen wie Design, Architektur, bildender Kunst, Soundart und elektronischer Kunst, da es mir um die Darstellung und Vermittlung von Themen geht, die kreative Arbeit häufig unabhängig vom Genre reflektiert.

Ich sehe mich als Kuratorin in der Rolle des Vermittlers. Wichtig ist mir daher bei allen Ausstellungsprojekten auch eine adäquate Kommunikation an das Publikum. Hier geht es darum, neue und dem Projekt entsprechende Wege zu finden, statt in den üblichen Formaten zu denken.

Susanne Jaschko (2006)

Susanne Jaschko 2006, Copyright: Susanne Jaschko
Susanne Jaschko
Freie Kuratorin, Berlin

Schlagworte
Gegenwartskunst
Medienkunst
Digitale Kultur
Sound Art
Architektur/Design
Kunst im öffentlichen Raum
Globalisierung

Kontakt:
Susanne Jaschko