Ruth Noack

Kuratorisches Statement

Die Sache ist ganz einfach. Zunächst mache ich eine Ausstellung, weil es die einzige Möglichkeit ist, bestimmte Dinge herauszufinden. Kunstimmanentes, aber auch das, was die Werke zu Speichern eines spezifischen Wissens macht. Was wollen die Bilder? Was meinen die Skulpturen? Was kann die Installation? Aber auch: Wie sieht es aus in unserer Welt und wie könnte es stattdessen aussehen? Oder: Wie kann man den grundlegenden Fragen eine Form geben? Und: Welche Handlungsräume eröffnet die Kunst?

Damit ist ein zweites Motiv eingeläutet: Was tut die Kunst mit uns? Das ist die Frage nach dem Publikum. Nach lokalem Wissen, nach Bildung und Vermittlung, nach dem Rahmen, den Inhalten und dem Ausstellungsdispositiv.

Neben den Glücksmomenten mit einzelnen Werken steht dabei zunehmend das Interesse an der Beziehung von Nicht-westlicher Kunst zum eurozentrischen Kanon im Mittelpunkt, und schließlich die Frage: Wie wollen wir miteinander leben?

(Ruth Noack, 2009)

Ruth Noack 2009, Copyright: Marianne Menke
Ruth Noack
Kuratorin und Autorin, Wien

Schlagworte
Gegenwartskunst
Gender/Feminismus
Globalisierung
Interdisziplinäre Projekte
Kultur- und Wissensproduktion
Kunstvermittlung
Biennalen/
Großausstellungen

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Ruth Noack