Reinhard Spieler

Biografische Informationen

Dr. Reinhard Spieler, geboren 1964 und aufgewachsen in Oberbayern, ist seit 2007 Direktor des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen am Rhein.

Reinhard Spieler studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere deutsche Literatur in München, Berlin und Paris und wurde 1997 bei Uwe M. Schneede mit einer Arbeit über die Triptychen von Max Beckmann promoviert. 1997/98 absolvierte er ein wissenschaftliches Volontariat an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (K20), und war im Anschluss dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter bis 2000 beschäftigt. 2002 wechselte als Gründungsdirektor an das museum franz gertsch im schweizerischen Burgdorf bei Bern. Dort organisierte er neben einer großen Franz-Gertsch-Retrospektive Ausstellungen zu Gerhard Richter und Lucio Fontana sowie zahlreiche Themenausstellungen. 2007 übernahm er die Leitung des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen am Rhein, das er nach einer umfangreichen Sanierung 2009 mit der Ausstellung „alles“ – einer Präsentation der kompletten Sammlung mit knapp 10.000 Werken, gezeigt ohne jede Ordnung in Petersburger Hängung – wiedereröffnete.

Neben seiner Museums- und Ausstellungtätigkeit hat er Lehraufträge an der Kunstakademie Düsseldorf sowie an den Universitäten Düsseldorf, Bern und Heidelberg wahrgenommen. Seine Interessens- und Forschungsschwerpunkte betreffen zum einen die Klassische Moderne und da vor allem Max Beckmann, über den er zahlreiche Bücher und Texte verfasst hat – so bspw. „Max Beckmann. Bildwelt und Weltbild in den Triptychen“, 1998 und „Max Beckmann. Der Weg zum Mythos“, 1994 – zum anderen die zeitgenössische Kunst in allen Medien und Erscheinungsformen.


Ausstellungen (Auswahl)

  • "I love ALDI. Das Prinzip Discount", Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen 2011/12
  • „Tatjana Doll. Toxic Chemicals“, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 2010
  • „Gegen jede Vernunft. Surrealismus Paris – Prag“, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein und Kunstverein Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein 2009/10
  • „Anton Henning. Antonym. Malerei, Zeichnung und Skulptur 1990-2008“, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein und Kunsthalle Mannheim, Mannheim 2009
  • „Alles. 9236 Werke“, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 2009
  • „The Sublime is Now! Das Erhabene in der zeitgenössischen Kunst“, museum franz gertsch, Burgdorf 2006
  • „Franz Gertsch. Die Retrospektive“, museum franz gertsch, Burgdorf und Kunstmuseum Bern, Bern 2005; Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 2006; Kunsthalle Tübingen, Tübingen 2006; Albertina, Wien und MUMOK, Wien 2007
  • „Gerhard Richter – Ohne Farbe“, museum franz gertsch, Burgdorf 2005
  • „true lies. Lügen und andere Wahrheiten in der zeitgenössischen Fotografie“, museum franz gertsch, Burgdorf 2004 (mit Maurizio Cattelan, Sophie Calle, Taryn Simon, Lois Renner, Slawomir Elsner, Filipa César u.a.)
  • „personal light. 10 Lichtkunstpositionen“, Kunsthaus Hamburg, Hamburg 2001
  • „Ich ist etwas Anderes. Kunst am Ende des 20. Jahrhunderts“. Kunstsammlung NRW/K20, Düsseldorf 2000 (mit Armin Zweite und Doris Krystof)
  • „News.“, Video- und Audioinstallation von Julian Rosefeldt und Piero Steinle, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf 1998; Galerie für zeitgenössischen Kunst Leipzig und ZKM Karlsruhe 1999

Reinhard Spieler 2011
Reinhard Spieler
Direktor | Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein

Schlagworte
Klassische Moderne
Gegenwartskunst
Malerei
Fotografie
Lichtkunst

Kontakt:
Reinhard Spieler