Christina Végh

Biografische Informationen

Christina Végh, 1970 in Zürich geboren, leitet seit 2005 den Bonner Kunstverein.

Nach einem kunsthistorischen Studium in Zürich und Santa Cruz, Kalifornien (Nebenfächer Ethnologie und Philosophie, abgeschlossen zum Werk von Jorge Pardo), war Christina Végh von 2000–2004 als Kuratorin an der Kunsthalle Basel tätig, zuletzt als Interims-Leiterin.

Von den Interessenschwerpunkten Raum/Architektur und Kulturanthropologie geleitet, zeichnet sich die kuratorische Tätigkeit Véghs durch eine regionale Verankerung eines internationalen Programms aus.

Nach ihrem Wechsel an den Bonner Kunstverein hat Végh diesen programmatisch erfolgreich neu positioniert (Förderpreis Sparda Bank West, 2008). Ebenso fand die bauliche Sanierung des Bonner Kunstvereins unter ihrer Leitung Anerkennung (Auszeichnung durch BDA Nordrhein-Westfalen, 2010).

Das Programm besteht außer der Präsentation von Einzelpositionen auch aus thematischen Ausstellungen, in denen Végh regelmäßig gesellschaftliche Fragestellungen aufnimmt. Ausgewählte ältere Positionen, wie 2007 bspw. John Baldessari mit der Ausstellung „Music“, sind als historische Referenzpunkte wichtig. Außergewöhnliche Ausstellungsformate wie „Totalschaden“ mit Gregor Schneider (2006) oder künstlerische Kooperationen (u.a. Mathias Poledna/Christopher Williams, 2009), loten die Möglichkeiten eines Ausstellungsdispositivs aus.

Neben der Gestaltung des Ausstellungsprogramms hat sich Végh durch die frühe Etablierung einer experimentellen Kunstvermittlung für Kinder und Jugendliche hervorgetan ("Kunst-Stück", ausgezeichnet durch das Land NRW, Collaboration 2009).

Christina Végh ist vernetzend und kulturpolitisch tätig, sei es durch Veranstaltungsreihen im Bonner Kunstverein (u.a. Baukultur in Bonn, Piano Plus, Zukunft mit Kultur), sei es im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kunstvereine, AdKV (seit 2008).

Schließlich nimmt die Kunsthistorikerin an Jurys und Gremien teil und publiziert in Kunstzeitschriften wie Parkett oder Kunstbulletin.

2010 wurde Végh von der schweizerischen Kunstkommission des Eidgenössischen Bundesamts für Kultur mit einem Preis für Kunst- und Architekturvermittlung ausgezeichnet.


Ausstellungen (Auswahl)

  • Charline von Heyl, Bonner Kunstverein, 2012
  • Annette Kelm / Michaela Meise: „Hallo aber“, Bonner Kunstverein, 2011
  • Helen Mirra, Bonner Kunstverein, 2010
  • „Ernste Tiere“, Bonner Kunstverein, 2011
  • Shannon Bool, Bonner Kunstverein, 2010
  • Klara Lidén: „Rumpfflächen und Plünderbanden“, Bonner Kunstverein, 2010
  • Mathias Poledna / Christopher Williams, Bonner Kunstverein, 2009
  • „Eine bessere Welt“, Bonner Kunstverein, 2008
  • Ryan Gander, Bonner Kunstverein, 2008
  • Anne Collier, Bonner Kunstverein, 2008
  • John Baldessari: „Music“, Bonner Kunstverein, 2007
  • Gregor Schneider: „Totalschaden“, Bonner Kunstverein, 2006
  • Jonas Dahlberg / Ján Mancuška: „The first minute of the rest of a movie“, Bonner Kunstverein, 2005
  • Gert und Uwe Tobias, Bonner Kunstverein, 2005
  • „Land Land!“, Kunsthalle Basel, 2003
  • „Persönliche Pläne“, Kunsthalle Basel, 2002

Christina Végh 2005, Copyright: Franz Fischer
Christina Végh
Leiterin | Bonner Kunstverein

Schlagworte
Gegenwartskunst
Konzeptkunst
Architektur/Raum
Interdisziplinäre Projekte
Kultur- und Wissensproduktion
Kunstvermittlung

Kontakt:
Christina Végh