Nachrichten aus der Bildenden Kunst in Deutschland

Mit dem Blick eines Malers filmen – Kino der Kunst (24.04.2013)

The Attendant (Isaac Julien) | Metro PicturesVom 24. bis zum 28. April 2013 verschwimmen an verschiedenen Orten in München die Grenzen zwischen Film und Bildender Kunst.

The Attendant (Isaac Julien) | Metro Pictures

Das erstmalig stattfindende Kino der Kunst möchte sowohl Ausstellung als auch Filmfestival sein – und damit zeigen, dass bewegte Bilder längst in der Bildenden Kunst ihren Platz gefunden haben. Videoclips, Filme oder digitale Projektionen sind im Museum keine Seltenheit. Sowohl im Museum als auch im Kino, unter anderem in der Pinakothek der Moderne, dem Arri-Kino und der Hochschule für Fernsehen und Film München, wird untersucht, welche neuen Erzählformen die Bildende Kunst dem Kino ermöglicht.

Im Rahmen von Filmvorführungen, etwa von Rebecca Horn oder Julian Schnabel, werden von einer Fachjury zwei Preise verliehen. Einer der internationalen Wettbewerbe richtet sich dabei an Künstler unter 35 Jahren. Die Preisträger werden am 28. April bekanntgegeben.

Zusätzlich gibt es einen Preis für Künstler, die mit ihrem Werk den Dialog zwischen den Kulturen fördern und zugleich einen herausragenden Beitrag zum Austausch zwischen Kunst und Film leisten. Dieser geht 2013 an den Ägypter Wael Shawky für sein Marionetten-Epos The Cabaret Crusades.

Eine Retrospektive für den Londoner Künstler Isaac Julien würdigt ihn als Filmemacher, der durch den Blick eines Malers eine besondere Ästhetik auf die Leinwand bringt. Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops runden das Programm ab.

Katrin Baumer

Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
April 2013
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