Nach der Sintflut
Heiße Riffe. |
Das verbotene Lachen
„Die Farbe ist die Taste, das Auge der Hammer, und die Seele das Klavier mit vielen Saiten.“ |
Das kurze Leben
„Sie sind auf die selbe Weise wild wie wir die Früchte der Natur als wild bezeichnen, die diese aus sich selbst heraus auf natürliche Weise entstehen lässt; doch sollten wir vielmehr jene wild nennen, deren Natur wir auf künstliche Weise verändert und aus der natürlichen Ordnung heraus genommen haben.“ |
Der zerbrochene Pfeil
„Im animistischen Stadium schreibt der Mensch sich selbst die Allmacht zu; |
Die Farbe der Vögel
„Zur Linken behauptete sich plötzlich ein bisher unbemerkt gebliebener Flor gleichsam als eine Laune geheimnisvoller und vermischter Grüntöne; diese gingen zunächst in grelles, dann gedämpftes, dann violettes und schließlich schwärzliches Rot über, und schließlich sah man nur noch die unregelmäßige Spur eines Kohlestiftes, wie über körniges Papier gezogen.“ |
Tropischer Barock
„Wo war unser Platz in der Welt? Wem schuldeten wir
Loyalität, unseren europäischen Vätern oder den indianischen
Müttern? An wen sollten wir nun unsere Gebete richten, an die
neuen oder die alten Götter? Welche Sprache würden wir
sprechen, die der Konquistadoren oder jene der Eroberten? Der
Barock der Neuen Welt stellte all diese Fragen.“ |
Das städtische Drama
Wir sind nun an einem Punkt angekommen, wo die alte Kunst verstummt und das Feld ganz den Zeitgenossen überlässt, nämlich beim urbanen Mahlstrom der tropischen Megastädte, in denen sich jene Dramatik abspielt, die in den letzten Dekaden für viele Metropolen der sog. Dritten Welt so charakteristisch wurde: der tägliche Überlebenskampf breiter Bevölkerungsschichten, die wachsende Kluft zwischen arm und reich, die ausufernde Kriminalität, der ständige Belagerungszustand, die unkontrollierte Umweltverschmutzung, die prekäre Infrastruktur. Nicht wenige Künstler haben sich in den letzten Jahren mit den Konvulsionen der tropischen Stadt beschäftigt. (Alfons Hug, 2008) |
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