Musik

Die erste deutsche Popakademie

Im Herbst 2004 wurde die Pop-Akademie Mannheim eröffnet. Sie ist die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Das Studium, angelegt auf sechs Semester, hat den Studienabschluss „Bachelor of Arts“ zum Ziel. KuBus spricht mit zukünftigen Professoren und Studenten, mit Produzenten und Musikern und beleuchtet den deutschen Musikmarkt, für den die „Pop-Doktoren“ der Zukunft ausgebildet werden.

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Autor: Dirk Kämper
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Die neu gegründete Pop-Akademie Mannheim wird getragen unter anderem vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Mannheim, dem Südwestrundfunk, Universal Music und anderen Unternehmen der Privatwirtschaft.

Die Idee, die dahinter steckt, ist letztendlich die Gründung und Ansiedlung mittelständischer Unternehmen im Musikbereich in Mannheim und Umgebung. Mannheim gilt als „heimliche Hauptstadt“ des deutschen Pop, nicht zuletzt durch Xavier Naidoo und die „Söhne Mannheims“. Aber auch zahlreiche Musiker anderer erfolgreicher Bands sowie Produzenten und Labels haben hier ihren Sitz.

Das Musikgeschäft in Deutschland ist eines der arbeitsplatzintensivsten überhaupt, gleichzeitig fehlte aber bisher eine entsprechende Ausbildungseinrichtung außerhalb der einzelnen Unternehmen der Musikwirtschaft. So wird Universal Musik Deutschland seinen gesamten Ausbildungsbereich für den Führungskräftenachwuchs an die Popakademie in Mannheim verlegen.

Als großes Vorbild der Popakademie können die Filmhochschulen angesehen werden. Dies bezieht sich vor allem auf die Tatsache, dass schwerpunktmäßig projektbezogen und praktisch gearbeitet wird. Die Produktion „echter Ware“, also das Planen, Designen, Herstellen und Vertreiben von Popmusik wird im Mittelpunkt stehen. Hierbei ist die Nähe zur Musikindustrie hilfreich, denn neben der Trägerschaft eines der weltweit größten Musikkonzerne – Universal – sind als Kooperationspartner alle wichtigen Einrichtungen dabei, die man für die erfolgreiche Produktion von Popmusik braucht: Produktionsstudios, Radiostationen, Labels, Fernsehstationen (SWR und MTV) bis hin zu Medienhochschulen und Videoproduktionen.

Dementsprechend wird es auch nur einen sehr kleinen, fest angestellten Lehrkörper geben: die Mehrzahl der Dozenten wird nur für die Dauer einzelner Projekte und entsprechend der Projektanforderungen engagiert.

Neu für eine Akademie in teilweise öffentlicher Trägerschaft ist auch die Tatsache, dass die Studenten eine Studiengebühr von 500 Euro pro Semester entrichten müssen. Dies, so die Initiatoren der Hochschule, sei nicht als Finanzhilfe für den Betrieb der Akademie gedacht, sondern als Zeichen des Engagements der Studenten für diese in Deutschland einmalige Art der Ausbildung.
Goethe-Institut e. V. 2004

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