Filmausbildung in Deutschland

Eine praktische Ausbildung zum Film gibt es in Deutschland erst seit Mitte der 60er Jahre. Zuvor hatte die föderalistische Struktur der Bundesrepublik die Gründung einer nationalen Filmschule verhindert. Vorläufer waren das Institut für Film und Fernsehen (DIFF) in München sowie das von Alexander Kluge und Detten Schleiermacher initiierte Institut für Filmgestaltung Ulm (das 1989 geschlossen wurde).

Die beiden westdeutschen Filmhochschulen wurden Mitte der 60er Jahre gegründet, auch unter dem Einfluss des Autorenfilms jener Jahre. Die Deutsche Film- und Fernseh-Akademie Berlin nahm 1966 den Lehrbetrieb auf, die Hochschule für Fernsehen und Film München folgte 1967. Dazu kam nach der Wende die Hochschule für Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' der ehemaligen DDR in Potsdam-Babelsberg. Damit verfügt Deutschland heute über drei Filmhochschulen.

Daneben gibt es weitere Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung: an Kunst- und Medien-Hochschulen.

Literatur
Klaus Eder, Alexander Kluge:
Ulmer Dramaturgien. Reibungsverluste
Zur Arbeit des Ulmer Instituts für Filmgestaltung.
Mit Beiträgen von Günther Hörmann, Reinhard Kahn, Michael Leiner, Maximiliane Mainka, Wilfried Reinke, Edgar Reitz, Peter Schubert.
Carl Hanser Verlag, München, Wien 1980.
ISBN: 3-446-13009-8

Berlinale Talent Campus 2012