Periodika

Eine kontinuierliche kritische Auseinandersetzung mit dem Film, die in den 60er Jahren hauptsächliche Aufgabe von Filmzeitschriften wie "Filmkritik" und "Film" war, findet heute vorwiegend in den Feuilletons der überregionalen Tages- und Wochenzeitungen statt. Als meinungsbildend gelten "Die Zeit" (Hamburg), "Süddeutsche Zeitung" (München), "Frankfurter Rundschau" (Frankfurt) sowie "Der Spiegel" (Hamburg). In den Wochenendbeilagen einiger Tageszeitungen finden sich gelegentlich Essays zum Thema Film. Einige Tageszeitungen bieten regelmäßige Film-Seiten an. Andererseits ist in vielen Zeitungen die Filmkritik zurückgedrängt worden, zugunsten von Texten eines deutlichen "Service"-Charakters.

Filmzeitschriften haben seit den 80er Jahren an Bedeutung und Einfluss verloren. Ein deutliches Zeichen dafür war 1987 die Einstellung der "Filmkritik", die von 1957 bis in die 70er Jahre hinein das Niveau der westdeutschen Filmkritik beeinflusst hatte. Eine zentrale und unabhängige Filmzeitschrift mit theoretischem Anspruch existiert zur Zeit nicht.

Regelmäßige Filmkritik findet in den Rundfunkanstalten der ARD statt, meistens in allgemeinen kulturkritischen Sendungen, gelegentlich auch in spezialisierten Filmsendungen. Im Rundfunk sind auch längere Sondersendungen zu filmischen Themen möglich. Im privaten Rundfunk findet eine kritische und unabhängige Auseinandersetzung mit dem Film kaum statt. Die Fernsehanstalten der ARD sind mit ernsthafter Filmkritik zurückhaltend, es gibt nur wenige regelmäßige Sendungen mit kritischem Anspruch (meist in den Dritten Programmen).

    Berlinale Talent Press