Verbrannte Bücher, verfemte Autoren (18.02.2012)
Eine Sonderausstellung und Lesungsreihe in Berlin zeigt bis zum 31. Dezember Schicksale von berühmten Schriftstellern, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland verfemt wurden.
Verbrannte Bücher – von den Nazis verfemte Autoren lautet der Titel der vom Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas organisierten Ausstellung, die im Ausstellungspavillon gegenüber des Holocaust-Denkmals in Berlin-Mitte zu sehen ist. Sie erinnert an die Werke und das Leben jener Schriftsteller, die durch die öffentliche Bücherverbrennung im Mai 1933 in Vergessenheit geraten sollten.
Die Ausstellung gliedert sich in drei Stationen: Im ersten Teil können die Besucher an neun Stelen die Geschichte der Bücherverbrennung anhand von Autoren-Lebensläufen nachvollziehen. Der Hauptteil der Ausstellung widmet sich den Schicksalen der verfemten Autoren. Mit Fotos, Biografien und Tondokumenten wird an Heinrich Mann, Alfred Döblin, Kurt Tucholsky und Alexander Moritz Frey erinnert. Aber auch Autoren, deren Werke durch die Bücherverbrennung tatsächlich ausgelöscht wurden, werden porträtiert. Der dritte Teil der Ausstellung zeigt, welche Werke trotz Bücherverbrennung und Verbannung oder Ermordung der Schriftsteller bis heute zum kulturellen Kanon gehören. Ergänzend wird eine „Bibliothek der verbrannten Bücher“ eingerichtet.
Begleitet wird die Ausstellung von einer Lesungsreihe. Einmal im Monat werden prominente Persönlichkeiten wie Iris Berben, Herta Müller oder Daniel Kehlmann aus den Werken der verfemten Schriftsteller vorlesen.
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Februar 2012











