Autobiografische Comics

Du bist in diesem Sommer 2010 in Südamerika. Was erwartest und erhoffst du dir von dieser Reise?

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich Dank des Goethe-Instituts nach Südamerika reisen darf. Nach Argentinien, Peru und Venezuela besuche ich jetzt Bolivien und Brasilien. Und ich freue mich sehr, dort Leute kennenzulernen, die sich für Comics aus Deutschland interessieren. Und mit Zeichnern zu sprechen und zu arbeiten, die dort Comics machen. Vielleicht ergibt sich ja eine Zusammenarbeit.

Worauf freust du dich am meisten?

Unterwegs zu sein. Gedanklich und körperlich. Und das Gehirn mit neuen Bildern zu füllen.

Wirst du die Reise in einem Comic verarbeiten?

Das habe ich vor. Ich führe ja seit ein paar Jahren ein Comictagebuch, das ich unter dem Titel „heldentage“ auf meiner Website veröffentliche. Und dafür werde ich einige Strips über meine Südamerikareise machen. Ob sich auf der Reise etwas ergibt, woraus dann ein Plot für eine längere Geschichte entwickelt, werden wir sehen. Das kann man vorher nicht planen.

Woran arbeitest du gerade?

Aktuell schreibe ich das Script für eine neue Graphic Novel. Thematisch geht es darin ums Reisen. Ums Wandern, um genau zu sein. Allerdings bin ich noch sehr am Anfang und noch sehr unsicher, ob es überhaupt jemals eine Buch wird. Daneben zeichne ich regelmäßig meine Comic-Kurzgeschichten für verschiedene Zeitungen und Magazine (Tagesspiegel, DeinSpiegel etc.), mache ein paar Illustrationsaufträge und führe mein Comictagebuch.
Die Fragen stellte Rieke C. Harmsen
Juli 2010