
"Hier verschieben sich die Prioritäten von Freiheit Richtung Sicherheit" – Juli Zeh über Leipzig
"Leipzig wirkte auf mich wie ein junger, unternehmenslustiger, ein bisschen verrückter Mensch, der seine Freiheit genießen und alles ausprobieren will. Ein Ort, der gut ist für Bewohner, die ebenso frei und unternehmungslustig sind, die sich selbst und ihre Fähigkeiten austesten wollen. Im Gegensatz zu westdeutschen Städten, wo immer alles schon so festgefügt und unverrückbar wirkt, habe ich Leipzig als eine richtige Befreiung empfunden."
"Daneben gibt es noch das Alltagsleben und die Begegnungen mit den Menschen auf der Straße und in der Nachbarschaft. Da hat sich mein Verhältnis sehr stark gewandelt: Während ich früher sehr glücklich war und mich wohl gefühlt habe mit dem allgemeinen Umgangston und den Alltagsbegegnungen mit anderen Menschen in Leipzig, fühle ich mich jetzt sehr unwohl. Ich werde häufig auf unschöne Weise von anderen Menschen auf der Straße angeblafft, weil ich irgend etwas tue, das ihnen nicht gefällt."
[Bei einem Besuch der Stadt darf man nicht verpassen] "Ihre verschiedenen Facetten zu erleben. Man muss sie als Universitätsstadt, als Nachtleben-Stadt, als Wirtschaftsstadt, als Freizeit- und Naturstadt und als Kulturstadt erleben, denn alle diese Seiten sind sehr ausgeprägt vorhanden (auch wenn der kulturelle Bereich leider stetig demontiert wird)."









