Nicol Ljubic

Meeresstille

© Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 2010Nicol Ljubic: Meeresstille © Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 2010Ein junger Deutscher, dessen Vater vor vielen Jahren als Gastarbeiter aus Kroatien ins Land gekommen ist, lernt in Berlin endlich die Frau kennen, die ihn der Fadesse seines Lebens entreißt. Die schöne, temperamentvolle Ana ist eine Studentin aus Serbien, arbeitet abends als Garderobiere im Theater und hat für jeden Anlass einen Satz von Shakespeare parat. Denn ihr Vater, einst Professor für Anglistik in Sarajevo, war der führende Shakespeare-Experte des Balkans. Heute steht er freilich nicht mehr vor seinen Studenten, um sie über das Motiv der Rache bei dem englischen Dramatiker zu unterrichten, sondern als Angeklagter vor dem Tribunal in Den Haag, wo er sich gegen den Vorwurf zu wehren hat, er sei in ein abscheuliches Kriegsverbrechen in Visegrad verwickelt gewesen. (…) Eine heikle Liebesgeschichte, ein heikler Roman. Der 1971 in Zagreb geborene, in Deutschland aufgewachsene Nicol Ljubic erzählt aus der Perspektive von Robert, dem ins Grübeln geratenen Liebhaber, und im steten Wechsel zweier Schauplätze und Zeiten. (…) Gleichwohl ist „Meeresstille“ ein Roman, der zu Herzen geht und einiges zu denken aufgibt.

Karl-Markus Gauss: „Zwei Leben, ein Gerichtsstand“
© Süddeutsche Zeitung, 16. März 2010

Nicol Ljubic
Meeresstille
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 2010
ISBN 978-3-455-40116-2

Nicol Ljubic erhielt für seinen Roman „Meeresstille“ den Adalbert-von-Chamisso Förderpreis der Robert Bosch Stiftung 2011
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