Clemens J. Setz

Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes

© Suhrkamp  Verlag, Berlin, 2011 Clemens J. Setz: Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes © Suhrkamp Verlag, Berlin, 2011 „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ heißt er und er stammt vom vielleicht größten österreichischen Erzähltalent nach Daniel Kehlmann, als dessen dunkelabgründigen Widerpart man ihn auch begreifen kann – vom Grazer Clemens Johann Setz. Und sie haben sehr recht damit, den 28-Jährigen auszuzeichnen. Und das nicht nur, weil tatsächlich nicht allzu viel dazu gehört in diesem vertrackten Frühjahr herauszuragen aus einer doch eher mediokren deutschsprachigen Literaturproduktion.
Sondern weil die Sammlung von achtzehn Geschichten eine Box von Pralinen aus der Hexenküche der Pandora ist, wie es sie auf so verwirrende Weise süchtig machend schon lang keine mehr gegeben hat. (…) Absturzgefährdet sind seine Texte, sie balancieren immer auf schmalem Grat. Immer wieder mal schmieren sie auch ab, das dann aber auch wieder grandios. Man wird nicht warm mit ihnen, soll man auch nicht. Muss man nicht mögen, das, nur bewundern. Literatur kann so herrlich ungemütlich sein.

Elmar Krekeler: „Clemens Johann Setz erhält den Leipziger Buchpreis“
© Die Welt, 17. März 2011

Clemens J. Setz
Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes
Suhrkamp Verlag, Berlin, 2011
ISBN 978-3-518-42221-2
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