Australien. Gedichte
Jan Wagners Band hat fünf Kapitel, erst nach den vier Himmelsrichtungen benannt, das letzte dann "Australien". Eine poetische Heimat- und Weltkunde also, die in vielen Gedichten konkrete Orte erkennen lässt, von den Hopfenfeldern in Franken bis zu amerikanischen Ebenen; manche tragen Orts- oder Ländernamen – Nicosia, Frombork, Ohio –, andere sind nach Pflanzen, Tieren, Dingen, ja nach Dichtern und Personen benannt. Überall spricht nicht ein ausgebuffter, globalisierter Globetrotter, sondern ein neugierig-weltfreundlicher, jungenhafter Abenteurer, dem das Allernächste so aufregend schön wird wie die Welt auf der anderen Seite des Planeten. (…) Wer sich in diesen durch die Kontinente ziehenden Band vertieft – warum nicht beim Herumsitzen auf den überall gleichen Flughäfen im Warten während irgendeiner Verkehrskatastrophe? –, bekommt unweigerlich gute Laune, was nicht nur am Bilderreichtum, der Klangfülle, der schieren Wortschönheit eigentlich jeden Gedichts liegt, sondern auch an der Beigabe eines reizenden Humors, der sich am ehesten zeigt, wenn man sich die Gedichte laut vorliest.Gustav Seibt: „Auf der Gorch Fock zu lesen“
© Süddeutsche Zeitung, 4. Februar 2011
Jan Wagner
Australien. Gedichte
Berlin Verlag, München, 2010
ISBN 978-3-8270-0951-7
Australien. Gedichte
Berlin Verlag, München, 2010
ISBN 978-3-8270-0951-7
Links zum Thema
Hörprobe - gelesen von Jan Wagner

(unterstützt von www.literaturport.de)











