Ernst-Wilhelm Händler

Der Überlebende

© S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2013Ernst-Wilhelm Händler: Der Überlebende © S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2013 Der Ich-Erzähler ist Ingenieur. Er arbeitet als Werksleiter Leipzig für den Weltkonzern D’Wolf. Er versucht, in seinem Labor intelligente Roboter zu entwickeln, sogenannte S-bots, die in der Lage sein sollen, durch Abstimmung und Kooperation gemeinschaftlich anspruchsvolle Arbeiten auszuführen. Weil das Labor indes von bestimmten Vorstandsbereichen abgelehnt wird, muss es aus einem schwarzen Konto finanziert werden – es ist ein Geheimlabor im Kosmos der Firma. Diese Situation verschärft die Paranoia des Ich-Erzählers, der gerne alles kontrollieren möchte und jeden im Verdacht hat, seine Robotervision zu torpedieren. Am Ende ist der Ich-Erzähler der Überlebende, weil er alle aus dem Weg geräumt hat, die sein Projekt zu gefährden drohten: seine Frau Maren, seine Tochter Greta, seinen engsten Mitarbeiter Peter. (...)
Der Überlebende ist ein theologischer Roman, der sich auf die Suche nach dem Ursprung, nach der Seele und nach dem Bösen macht. Wenn die perfekten Maschinen in die Welt treten, dann muss jemand den Part des Bösen übernehmen. Der Ich-Erzähler als zweiter Luzifer nimmt diese Bürde auf sich:

Ijoma Mangold: „Böse Materie“
© Die ZEIT, 7. März 2013

Ernst-Wilhelm Händler
Der Überlebende
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2013
ISBN 978-3-10-029910-9
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