Abbas Khider

Brief in die Auberginenrepublik

© Edition Nautilus Verlag, Hamburg, 2013Abbas Khider: Brief in die Auberginenrepublik © Edition Nautilus Verlag, Hamburg, 2013 Dieser Roman erzählt die Geschichte eines Briefes, der durch viele Hände geht, aber seine Adressatin nie erreicht. Es ist ein Liebesbrief, der im September 1999 in der libyschen Hafenstadt Benghasi geschrieben wird und über Kairo und Amman nach Bagdad gelangt. (…) Der junge politisch verfolgte Iraker im unfreiwilligen, meist illegalen Exil, das ist das Thema, das Abbas Khider, der 1973 in Bagdad geboren wurde, nun zum dritten Mal auf seine ganz eigene, ingeniöse Weise literarisch behandelt. Auf seinen 2008 erschienen Debütroman „Der falsche Inder“ folgte vor zwei Jahren mit „Die Orangen des Präsidenten“ Khiders zweiter Roman. Auch „Brief in die Auberginenrepublik“ handelt wieder von einem Opfer der grausamen Willkürherrschaft des Diktators Saddam. Aber Salim ist nur der Ausgangspunkt der Geschichte, die Khider multiperspektivisch angelegt hat: In den sieben Kapiteln des Romans berichten außer Salim noch sechs weitere Ich-Erzähler, die auf unterschiedliche Weise mit dem Brief in Berührung kommen, aus ihrem Leben. So wird Station für Station der Weg nachvollzogen, auf dem der Brief schließlich nach Bagdad gelangt, und zugleich entfaltet das Buch ein Panorama des Alltagslebens in drei arabischen Ländern am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.

Hubert Spiegel: „Die Briefträger der Hölle“
© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv, 9. März 2013

Abbas Khider
Brief in die Auberginenrepublik
Edition Nautilus Verlag, Hamburg, 2013
ISBN 978-3-89401-770-5
Links zum Thema