Hans Pleschinski

Königsallee

© C. H. Beck Verlag, München, 2013Hans Pleschinski: Königsallee © C. H. Beck Verlag, München, 2013 Der Gast gilt als empfindlich. Nachts neigt er zu fiebrigen Albträumen und braucht „Unmengen von Schlafpulver“. Keinesfalls darf die Bettfederung quietschen, also muss ein Hotelangestellter in der Präsidentensuite probeliegen. Der „Breidenbacher Hof“ in Düsseldorf wartet auf einen Besuch, der weniger Mensch als Mythos ist: Thomas Mann.

Mit seinem Roman „Königsallee“ katapultiert uns Hans Pleschinski in den Sommer 1954. (…) Wer Thomas Mann liebt, wird „Königsallee“ als ein Fest erleben. Pleschinski zitiert, karikiert, parodiert. Er spielt mit der Sprache des Nobelpreisträgers, spickt seinen Roman mit literarischen Anspielungen. Eine Lateinamerikanerin knallt da die Tür so lustvoll zu, als habe sie es von der Russin Chauchat auf dem Zauberberg gelernt. Vor allem aber malt Pleschinski ein bonbonbuntes Panorama der fünfziger Jahre. Der Mikrokosmos Luxushotel spiegelt die Spannung zwischen Aufbruch und Vorgeschichte, Weltkriegstrauma und Wirtschaftswunder.

Carmen Eller: „Ein Fest für Thomas Mann“
© Literaturen, Herbst 2013

Hans Pleschinski
Königsallee
C. H. Beck Verlag, München, 2013
ISBN 978-3-406-65387-2
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