Treffen sich zwei
Literaturverlag Droschl, Graz/Wien, 2007ISBN 978-3-85420-737-5
Es treffen sich zwei, wie der Titel richtig sagt, aber das ergibt nicht nur eine Girlande von Skizzen, Fragmenten, Kurzprosa-Seufzern und den Ansatz zu einer Erzählung von einer bis zwanzig Seiten, die immer mit einer Trennung, einem Sich-nicht-Vertragen enden. (...) Nein, da wird vom rührenden Glück zweier Tölpel erzählt, durchaus heutiger Tölpel in durchaus heftig-heutiger Sprache – naja, wie die Leute halt in Berlin so reden, und dann wird auch wieder ganz albern-schwebend erzählt von Momenten, in denen die beiden lächelnd und zart einverstanden sind damit, in der Welt zu sein, in diesem Moment, in dieser Stadt, und das Tolle ist, dass man tief bewegt mit den beiden sympathisiert und denkt: So geht es manchmal auch, ja, doch, solche Erfahrungen gelungenen Lebens kann man bisweilen schon machen. Und endlich kann ich mich mal lesend mit einer geglückten Liebe amüsieren, und zwar nicht unter meinem Niveau. Das hat mit ihrer Prosa die Iris Hanika getan.
Süddeutsche Zeitung, 11. März 2008










