Sachbücher – Architektur, Biografien, Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Religion

György Dalos: Geschichte der Russlanddeutschen. Von Katharina der Großen bis zur Gegenwart © C. H. Beck Verlag, München, 2014

György Dalos
Geschichte der Russlanddeutschen.
Von Katharina der Großen bis zur Gegenwart

Das Kolonisierungsprojekt der als Deutsche geborenen Zarin Katharina der Großen, die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts Tausende verarmte oder aus Glaubensgründen ausreisewillige Landsleute ins untervölkerte Russenreich holte, erscheint auch oder gerade nach zwei Weltkriegen im historischen Gedächtnis als Signum einer goldenen Epoche. Denn beide Seiten profitierten. Russland bekam arbeitswillige, disziplinierte, alphabetisierte neue Untertanen. Die Deutschen bekamen Land, Kredite, Religionsfreiheit, Selbstverwaltung; sie waren über Jahre von Steuern befreit und prinzipiell vom Wehrdienst (…), gegenüber einfachen Russen also klar bevorzugt.Mehr ...
Heike Geißler: Saisonarbeit © SpectorBooks, Leipzig, 2014

Heike Geißler
Saisonarbeit

„Sie sind ab jetzt als ich unterwegs. Sie sind also weiblich, bitte merken Sie sich das, denn es ist an einigen Stellen wichtig. Sie sind Autorin und Übersetzerin, haben zu diesem Zeitpunkt zwei Söhne und einen Partner, der gut zu Ihnen passt, was Sie meistens auch wissen. Ihr Freund hat Ihnen vorm Losgehen viel Glück gewünscht und nochmals gesagt, Sie müssten das nicht machen. Aber das stimmt nicht, Sie müssen das machen, Sie müssen jetzt das Erstbeste versuchen, um Geld ins Haus zu bekommen.“Mehr ...
Thomas Gnielka: Als Kindersoldat in Auschwitz. Die Geschichte einer Klasse © Europäische Verlagsanstalt, Hamburg, 2014

Thomas Gnielka
Als Kindersoldat in Auschwitz. Die Geschichte einer Klasse

Die Kinder haben Auschwitz dann vergessen. Sie haben die ganze unvorstellbare Ewigkeit aus der Erinnerung gestrichen, in der sie, 15-jährige Berliner Gymnasiasten mit humanistischer Erziehung, ab dem Januar 1944 zum Flakhelfer-Einsatz im Osten verpflichtet wurden und so auch, dienstlich sozusagen, nach Auschwitz gelangten. Bis zur Befreiung des Vernichtungslagers am 27. Januar 1945.Mehr ...
Karl-Heinz Göttert: Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik © S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2015

Karl-Heinz Göttert
Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik

Der emeritierte Kölner Germanist Karl-Heinz Göttert, der vor einigen Jahren eine „Geschichte der Stimme“ geschrieben hat, sieht die klassische Rhetorik durch die gegenwärtige Kurzatmigkeit von Politik und Medien zwar durchaus bedrängt, hat aber doch einen optimistischen Ausgangspunkt: Es lohnt sich für alle Beobachter und Teilnehmer heutiger Debatten, sich mit der Geschichte der Beredsamkeit zu befassen. Seine „andere Geschichte der Rhetorik“ beginnt damit, dass er, wie so viele, von den Auftritten Barack Obamas im amerikanischen Vorwahl- und Wahlkampf fasziniert war: „Es gab sie also noch, die große Rede.“Mehr ...
Norbert Grob: Fritz Lang – „Ich bin ein Augenmensch“. Biographie © Propyläen Verlag, München, 2014

Norbert Grob
Fritz Lang – „Ich bin ein Augenmensch“. Biographie

In der ersten umfangreichen Biografie über den Regisseur, „Ich bin ein Augenmensch“, führt der Mainzer Filmwissenschaftler Norbert Grob vor, dass sich dieses Werk viel profunder durch den Menschen Fritz Lang begreifen lässt, durch seine Widersprüche, seine Ängste, seine Lieben und Marotten. Das im besten Sinne detailverliebte Buch porträtiert Lang als kunstgefräßiges, überraschend sinnenfrohes Medium seiner Zeit.Mehr ...
Jürgen Kaube: Im Reformhaus. Zur Krise des Bildungssystems © Zu Klampen Verlag, Springe, 2015

Jürgen Kaube
Im Reformhaus. Zur Krise des Bildungssystems

Das öffentliche Besprechen von Bildungskrisen ist längst ein eigenes literarisches Genre, und es finden sich immer welche, die erregt mitreden. Der neue FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube hat diese Vorgänge in den vergangenen Jahren sehr genau beobachtet. Mit der seltenen Begabung, das erblickte Elend auch auszuhalten, hat er nun ein süffisant-bitteres Brevier vorgelegt, in dem er durch die Niederungen der deutschen Bildungsmisere flaniert. Wobei die Begriffe Bildungsmisere und -krise missverständlich sind. Nicht die Bildung selbst ist das Problem, sondern der anhaltende Eifer, diese mit Reformanstrengungen zu traktieren.Mehr ...
Navid Kermani: Ungläubiges Staunen. Über das Christentum © C. H. Beck Verlag, München, 2015

Navid Kermani
Ungläubiges Staunen. Über das Christentum

Am Anfang war das Staunen. So lautet die Antwort der Vorsokratik auf die Frage nach dem Urimpuls des Philosophierens. Das Staunen steht aber auch am Beginn der Religion. Im Göttlichen findet der Gläubige das Gegenüber seiner Bewunderung. So ist schon der Titel von Navid Kermanis neuem Buch ein beziehungsreiches Spiel mit Grundfragen der menschlichen Existenz – und mit stereotypen Zuschreibungen: Wenn sich ein bekennender Muslim zum Räsonieren über das Christentum anschickt, dann kann dies nach herkömmlicher Lesart doch nur Anmaßung sein, die Anmaßung eines „Ungläubigen“. Beides ist falsch.Mehr ...
Victor Klemperer: Man möchte immer weinen und lachen in einem. Revolutionstagebuch 1919 © Aufbau Verlag Berlin, 2015

Victor Klemperer
Man möchte immer weinen und lachen in einem. Revolutionstagebuch 1919

Das Schreiben gehörte für Klemperer nicht nur zu seinem Beruf als Literaturwissenschaftler, es war beständiger Teil seines Alltags. Seine Tagebücher aus der Zeit des Nationalsozialismus sind ergreifende, einzigartige Dokumente über die Entrechtung und Verfolgung der Juden in Deutschland, über die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung und die geistfeindliche Politik der Hitlerregierung. Als der Aufbau-Verlag sie im Jahre 1995 veröffentlichte, entfaltete dieser verlegerische Kraftakt eine gewaltige Wirkung; der 2-Kilo-Doppelband wurde zum internationalen Bestseller. (...)Mehr ...
Ralf Konersmann: Die Unruhe der Welt © S. Fischer Verlag Frankfurt am Main, 2015

Ralf Konersmann
Die Unruhe der Welt

(…M)it der zweiten Vertreibung, dem Fluch "Rastlos und ruhelos wirst du auf der Erde sein", kommt die Unruhe endgültig als das Dasein durchdringende, Kultur und Zivilisation prägende Kraft in die Welt. Ralf Konersmann erzählt in seiner genealogischen Erkundung dieses Seinszustandes die biblische Geschichte nicht im Blick auf Schuld und Sühne, sondern im Blick auf ein Daseinsgefühl, das uns heute selbstverständlich erscheint. So selbstverständlich, dass sich die Frage gar nicht mehr stellt, warum Menschen Ruhe und Frieden aufgeben, um ihr Glück im tätigen Leben, in der Arbeit, der beständigen Veränderung zu suchen und die mögliche Welt mehr zu schätzen als die bestehende. (...)Mehr ...
Tilmann Lahme: Die Manns. Geschichte einer Familie © S. Fischer Verlag Frankfurt am Main, 2015

Tilmann Lahme
Die Manns. Geschichte einer Familie

"Man wird später Bücher über uns - nicht nur über einzelne von uns - schreiben": Das hielt im Sommer 1936 der älteste Sohn, Klaus Mann, in seinem Tagebuch fest. Später, das ist jetzt. (…)
Denn was jetzt vor uns liegt, ist eine Familiengeschichte, deren Stoff aus Ruhm und Ruhmsucht, Luxus, Neid, Verlogenheit, Exzess, Verachtung, Liebe und Verbitterung besteht. In den Selbstbespiegelungen der Beteiligten und ihrer ständigen Bereitschaft, den anderen und sich selbst etwas vorzumachen, weder die Geduld noch die Neutralität zu verlieren - das setzt einen Autor voraus, der ihnen ebenso zugewandt ist wie unwillig, sich seinerseits etwas vormachen zu lassen.Mehr ...
Niklas Maak: Wohnkomplex. Warum wir andere Häuser brauchen © Carl Hanser Verlag, München, 2014

Niklas Maak
Wohnkomplex. Warum wir andere Häuser brauchen

Aufs Land zu ziehen sei ein Modell, das längste Zeit funktioniert hat, meint Maak. Das Einfamilienhaus im Vorort, für das man sich verschuldet habe und in dem man kaum noch zum Wohnen komme, weil man seine Zeit mit Pendeln und Geldverdienen verbringe, was zum Scheitern der Ehe und in die Insolvenz führe, habe ausgedient. Der Trend gehe weltweit zur Landflucht. Dies und das Bevölkerungswachstum mache die Frage des Wohnens zu einem der drängendsten gesellschaftlichen Themen in den nächsten Jahren. Es werde nicht ausreichen, Betonregale in Landschaften zu stellen.Mehr ...
Neil MacGregor: Deutschland. Erinnerungen einer Nation © C.H. Beck Verlag München, 2015

Neil MacGregor
Deutschland. Erinnerungen einer Nation

Wieso ist das „Eiserne Kreuz“ ein Symbol der deutschen Seele? Und was hat Kant mit Biertrinken zu tun? Mit Antworten auf solche Fragen erzählt der Direktor des Britischen Museums in London die Geschichte Deutschlands auf eine völlig neue Weise. (...) Im Plauderton führt MacGregor von Karl dem Großen bis ins heutige Berlin, nicht historisch chronologisch, sondern in assoziativen Schlenkern, die sich an einzelnen Objekten festhakeln, die wiederum für Leitmotive und Eigenschaften des Deutschen stehen. Nicht „Deutschlands“, denn das bestand mehr als 1000 Jahre lang aus einem zersplitterten Kleinstaatengebilde. (…)Mehr ...
Karl-Heinz Meier-Braun: Einwanderung und Asyl: Die 101 wichtigsten Fragen © C. H. Beck Verlag, München, 2015

Karl-Heinz Meier-Braun
Einwanderung und Asyl: Die 101 wichtigsten Fragen

Als der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan 2004 vor dem EU-Parlament den Sacharow-Preis entgegennahm, machte er auf ein schlimmes Versäumnis europäischer Politik aufmerksam. Annan ermahnte die Volksvertreter, sich endlich für ein neues Migrationsmanagement einzusetzen. Eindrucksvoll erinnerte er an mangelnde Perspektiven vieler Migranten, an Grausamkeiten von Menschenschmuggel und die Gefährdung der Genfer Flüchtlingskonvention durch allzu restriktive Praktiken. „Diese stille Menschenrechtskrise“, so Annan, „beschämt unsere Welt“, wobei die Situation umso tragischer sei, als Europa dringend auf Einwanderer angewiesen sei.Mehr ...
Ulrich Menzel: Die Ordnung der Welt. Imperium oder Hegemonie in der Hierarchie der Staatenwelt © Suhrkamp Verlag Berlin, 2015

Ulrich Menzel
Die Ordnung der Welt
Imperium oder Hegemonie in der Hierarchie der Staatenwelt

Dem Braunschweiger Politikwissenschaftler Ulrich Menzel ist beides gelungen: der Entwurf einer Hierarchie der Staatenwelt sowie die Veranschaulichung und zugleich Überprüfung dieser Theorie an einer Fülle von Beispielen, die von der Song-Dynastie in China über das Osmanische Reich an der Gelenkstelle dreier Kontinente bis zu den Vereinigten Staaten in unseren Tagen reicht. Ein solches Unterfangen hat seinen Preis, und der besteht in einem Buchumfang von weit über tausend Seiten, der manchen Neugierigen von der Lektüre abhalten dürfte.Mehr ...
Hermann Parzinger: Die Kinder des Prometheus. Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift © C. H. Beck Verlag, München, 2014

Hermann Parzinger
Die Kinder des Prometheus.
Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift

Parzinger geht den Spuren der frühen Menschen nach, zeigt, wie sie sich etwa in Australien bis zur Ankunft der Europäer als Jäger und Sammler eingerichtet hatten in halbnomadischem Leben. Oder er folgt der Besiedlung Ozeaniens bis hin zur Osterinsel. Der Vergleich der verschiedenen Bewegungen belegt aber immer ähnliche Verhaltens- und Vorgehensweisen. (...) Parzinger weist jedoch unermüdlich darauf hin, wie wenig man weiß, wie vieles immer verborgen bleiben wird, wie sehr lückenhaft der Forschungsstand gerade in Afrika, Amerika oder Asien ist und wie gering das bisher Gefundene von jenen ist, aus denen letztlich auch wir hervorgegangen sind.Mehr ...
Bruno Preisendörfer: Als Deutschland noch nicht Deutschland war. Reise in die Goethezeit © Galiani Verlag Berlin, 2015

Bruno Preisendörfer
Als Deutschland noch nicht Deutschland war. Reise in die Goethezeit

Bruno Preisendörfer hat für die Goethezeit, ungefähr zwischen 1770 und 1830, mit viel Genuss nach allen möglichen Materialien und Quellen gefahndet, die nicht vom "Geist" handeln, sondern vom Alltag. Bei den ausufernden Briefwechseln, die in dieser Zeit fast alle Gefühle und Gespräche ersetzen mussten, kommt es ihm auf die unscheinbaren Stellen zwischen Treueschwüren, Freundschafts- und Liebesbekundungen an, in denen von Kleidung, Nahrung, Bettbezügen, Kerzen- und Wasserbeschaffung die Rede ist.Mehr ...
Andreas Rödder: 21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart © C.H. Beck Verlag München, 2015

Andreas Rödder
21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart

Das Vorhaben ist so ehrgeizig wie nur denkbar. Rödder hat sich nicht weniger vorgenommen als eine Darstellung unserer postmodernen Welt in den Anfängen des 21. Jahrhunderts, ihrer widersprüchlichen Tendenzen und ihrer atemberaubenden Veränderungen, die oft nur Fragen aufwerfen ohne beruhigende Gewissheiten. Die Perspektive ist global, der Focus aber naturgemäß stark auf den europäisch-atlantischen Kulturkreis bezogen. Auch das wie üblich seiner selbst unsichere, von den Geschichtsströmen überwältigte Deutschland wird in jedem Kapitel distanziert, eher entspannt, fröhlich, ja lässig und ganz unpolemisch als Fallbeispiel des phantastischen Umbruchs in allen Dimensionen vorgeführt.Mehr ...
Karl Schlögel: Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen © Carl Hanser Verlag München, 2015

Karl Schlögel
Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen

Das neue Ukraine-Buch von Karl Schlögel verdankt sich einem Trauma, das nicht nur die Gesellschaften Russlands und der Ukraine erschüttert, sondern auch die deutsche Expertenzunft. Russlands Annexion der Krim und die Installation rebellischer Volksrepubliken in der Ostukraine haben zwischen Russland und dem Westen einen Graben aufgerissen, der Familien spaltet, Russen sich als Ukrainer umdefinieren und hiesige Russland-Forscher an ihrem Objekt verzweifeln lässt. (…)
Donezk und andere ukrainische Städte hatten unter der Sowjetmacht und der deutschen Besatzung schon viel durchgemacht - die Ukraine entrichtete einen noch höheren Blutzoll als das russische "Bruderland" (…)Mehr ...
Christoph Türcke: Mehr! Philosophie des Geldes © C. H. Beck Verlag, München, 2015

Christoph Türcke
Mehr! Philosophie des Geldes

Aus der ungeheuer langen Geschichte des Geldes, die er bis weit hinter die Zeit der ersten Münzprägungen zurückverfolgt, schließt Türcke keineswegs darauf, dass es so etwas wie einen harmonischen Zustand der Geldwirtschaft geben könnte. Nichts an ihm dauert außer der Labilität der Zustände, die es herbeiführt. Im Postulat des endlichen Ausgleichs liegt vielmehr der komplementäre Fehler, den Türcke sowohl im (Neo-)Liberalismus als auch im Marxismus erblickt. Der Liberalismus gibt sich einer Täuschung hin, wenn er meint, der Markt werde es schon richten – das tut er nie, er hängt im Gegenteil völlig von einem äußeren staatlichen Rahmen ab.Mehr ...
Joseph Vogl: Der Souveränitätseffekt © Diaphanes Verlag, Zürich, 2015

Joseph Vogl
Der Souveränitätseffekt

Vogl geht es um nicht weniger als die Aufdeckung der Ursachen der gegenwärtigen Finanzmalaise, die für ihn Ausdruck eines (neo-)liberalen Wahns ist, der mit der Konstitution der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung ursächlich verknüpft ist. Diese bekannte Gedankenfigur geht nicht zu Unrecht davon aus, dass die Entstehung und Durchsetzung des Institutionensets der gegenwärtigen Wirtschaft in maßgeblicher Weise von der im achtzehnten Jahrhundert sich herausbildenden ökonomischen Semantik bestimmt wurde.Mehr ...
Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Die Zeit der Gegenwart © C. H. Beck Verlag, München, 2015

Heinrich August Winkler
Geschichte des Westens. Die Zeit der Gegenwart

Der vierte und abschließende Band von Heinrich August Winklers „Geschichte des Westens“, der die „Zeit der Gegenwart“ von 1991 bis 2014 behandelt, hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt erscheinen können. Flüssig präsentierte Faktenfülle verbindet sie mit tiefgründiger historischer Analyse. Sie fundiert damit begrifflich, was der Aufschrei der Millionen gegen den terroristischen Angriff auf die Fundamente der westlichen Werteordnung gleichsam instinktiv ausdrückte: Westliche Werte sind weit mehr als eine Floskel in feierlichen Politikerreden.Mehr ...
Christa Wolf: Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren © Suhrkamp Verlag, Berlin, 2014

Christa Wolf
Moskauer Tagebücher. Wer wir sind und wer wir waren

Zehn Reisen nach Moskau und in die Sowjetunion hat Christa Wolf zwischen 1957 und 1989 unternommen und dabei auch Tagebuch geschrieben, wenn auch eher verhalten und vorsichtig. Dass die Notate nun als „Moskauer Tagebücher“ zu einer eigenständigen Buchpublikation geworden sind, war nur möglich, weil Gerhard Wolf als Herausgeber sie mit allerlei Materialien angereichert hat: Briefwechsel mit sowjetischen Schriftstellerkollegen, Tagebuchauszüge von Brigitte Reimann oder Max Frisch, Essays und Briefe der Freunde Lew Kopelew und Efim Etkind. Und zu jeder Reise bietet Gerhard Wolf, der stets mit unterwegs war, ergänzende Informationen aus den Tageskalendern.Mehr ...