Sachbücher – Gesellschaft, Biografien, Literatur- und Kulturgeschichte

Martin Mittelmeier
DADA. Eine Jahrhundertgeschichte

© Siedler Verlag, München, 2016 Martin Mittelmeier: DADA. Eine Jahrhundertgeschichte © Siedler Verlag, München, 20161918 trug Richard Huelsenbeck das „Dadaistische Manifest“ in Berlin vor, unterzeichnet wurde es von dem Rumänen Tristan Tzara, George Grosz, Franz Jung, Raoul Hausmann, Hans Arp und dessen Frau Sophie Taeuber. Aber schon vorher hatte Hugo Ball in Zürich am „Ersten Dada-Abend“ ein „Eröffnungs-Manifest“ verlesen: „Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt. Wie wird man berühmt? Indem man Dada sagt. Mit edlem Gestus und mit feinem Anstand. Bis zum Irrsinn, bis zur Bewusstlosigkeit. Wie kann man alles Aalige und Journalige, alles Nette und Adrette, alles Vermoralisierte, Vertierte, Gezierte abtun? Indem man Dada sagt. Dada ist die Weltseele, Dada ist der Clou, Dada ist die beste Lilienmilchseife der Welt.“ (…)Dada war, anders als der Surrealismus, eine sehr deutsche Bewegung. Während der Surrealismus, französisch-romanisch geprägt, auf die Eroberungen neuer Erfahrungsdimensionen ging, mit dem Traum und dem Unbewussten als Königswegen, überwog bei Dada die aggressive, manchmal auch gallige Geste.

Lorenz Jäger: „Frech sein ohne Rücksicht auf Verluste“
© Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Februar 2016
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Martin Mittelmeier
DADA. Eine Jahrhundertgeschichte
Siedler Verlag, München, 2016
ISBN 978-3-8275-0070-0
272 Seiten

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