Eugen Ruge

In Zeiten des abnehmenden Lichts

© Rowohlt  Verlag, Reinbek, 2011Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts © Rowohlt Verlag, Reinbek, 2011 Beschreibungen des normalen Lebens mit seinen normalen Unterhaltungen sind die Stärke dieses 57-jährigen Erzählers. Zur Normalität gehören seelische Grausamkeiten, komische Verstrickungen, Peinlichkeits-Exzesse, Lügen und Schweigeminuten. Eugen Ruge ist kein Schriftsteller, der den wiedergeborenen Thomas Mann mimt, kein um literarische Politur bemühter Autor, sondern einer, der dem Leben, so, wie es gewesen ist, so nah wie möglich kommt. Der Alltag in der DDR von 1952 bis 2001 hat damit eine neue kräftige – und eine burleske Stimme. „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist ein Roman über eine Vorzeigefamilie, die Teil des Systems und damit auch ein kleiner Teil der Weltpolitik war. (…) Eugen Ruge ist der Sohn des in der DDR sehr bekannten Historikers Wolfgang Ruge. Den systemkonformen Werken des Vaters ein „privates“ Buch hinterherzuschreiben, war für ihn wie ein Zwang. Eine Familiengeschichte, in der ebenso viel Saga wie historische Wahrheit steckt.

Verena Auffermann: „Krach, Kloß und Kommunismus“
© Literaturen Oktober/November 2011

Eugen Ruge
In Zeiten des abnehmenden Lichts
Rowohlt Verlag, Reinbek, 2011
ISBN 978-3-498-05786-2
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