Lesen, worüber man auf dem deutschsprachigen Buchmarkt spricht

Unsere Auswahl neuer deutschsprachiger Belletristik und Sachliteratur spiegelt – mittels Rezensionen aus führenden deutschsprachigen Medien – aktuelle Tendenzen und Empfehlungen jeweils nach den Buchmessen wider. Verschaffen Sie sich einen Überblick!
Frühjahr 2015

    Vorwort der aktuellen Ausgabe
    Lothar Müller © Rolf Walter

    Aus sich herausgehen – Warum es ein Glück ist, dass die deutsche Literatursprache nie allein zu Haus war

    Von Lothar Müller
    Den Namen der kleinen Stadt, die der Roman „Zeiden, im Januar“ im Titel führt, kennt kaum jemand. Sie liegt in Rumänien, heißt dort Codlea, und auf Ungarisch Feketehalom. Wer den Roman liest, der weiß am Ende, dass um die Stadt herum viel Wald ist, dass sie am Fuß eines Berges liegt und dass in dem Landstrich, in dem die kleine Stadt liegt, mal das Ungarische, mal das Rumänische, mal das Deutsche die Sprache derer war, die das Sagen hatten. Auch kann bei der Lektüre der Verdacht entstehen, dass in der fernen, kleinen Welt, von der hier erzählt wird, die Sagen über die Sprachgrenzen hinweg ineinander übergehen:Mehr ...

    In Übersetzung erschienen
    © Litera, 2012

    Maja Haderlap
    Engel des Vergessens

    Von Matej Bogataj/Slowenien

    Der Roman beginnt wie eine Heimaterzählung, mit Beschreibungen alltäglicher altertümlicher Verrichtungen. Mehr...
    © Host, 2013

    Florian Illies
    1913. Sommer des Jahrhunderts

    Von Jiří Peňás/Tschechien

    Im Buch kommen Franz Kafka, Sigmund Freud, Heinrich und Thomas Mann oder auch Oskar Kokoschka vor, der in jenem Jahr leidenschaftlich Alma Mahler verfiel. Mehr...