Jürgen Becker

Aus der Geschichte der Trennungen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1999, 337 Seiten

Dem Autor gelingt es mit diesem Roman, einen hoch politischen Stoff – das Jahrzehnt der Wiedervereinigung der Deutschen – hoch poetisch zu gestalten. Was bedeutet, dass diese Geschichte einer Suche nach der verlorenen Kindheit in einem lange verlorenen Land vorurteilsfrei erzählt wird: Kein ideologisches Klischee wird bedient, aber alle werden befragt. Kein Traum wird denunziert, aber jeder wird geprüft. Die Erinnerungspräzision dieser Prosa ist bestechend; ihre Sinnlichkeit und Melancholie betörend. Als Deutschland-Roman nach der Wende zweifelsohne ein Solitär.

Jürgen Becker – Biografie

Ulrich Schacht: Literatur-Tipp
© FOCUS, 16.08.1999

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