2012

Richard Gross

2012 Dresden-Hellerau

Claudia Cabrera, Mexiko

Claudia Cabrera

Geboren 1970 in Mexiko-Stadt. Sie übersetzt seit 1995 aus dem Deutschen, u.a. Autoren wie Robert Musil, Franz Kafka, Monika Maron und Silke Scheuermann sowie im Bereich Theater Roland Schimmelpfennig, Anja Hilling und Falk Richter. Teilnahme an verschiedenen Werkstätten zur Literatur- und Theaterübersetzung. 2010 erhielt sie ein Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt im Übersetzerhaus Looren für die Übersetzung des Romans „Das Regenorchester“ des schweizerischen Schriftstellers Hansjörg Schertenleib.
Auf der Internationalen Buchmesse Guadalajara, die im Jahre 2011 Deutschland als Gastland gewidmet war, leitete sie die erste Deutsch-Mexikanische Literaturübersetzerwerkstatt zusammen mit Thomas Brovot.

Claudia Cabrera arbeitet in Dresden-Hellerau an der Übersetzung von „Hemmersmoor“ von Stefan Kiesbye.


2012 Dresden-Hellerau

Nelia Vakhovska, Ukraine

Nelia Vakhovska

Geboren 1980 in Malin, Ukraine. Nelia Vakhovska studierte Germanistik und Literaturwissenschaft an der Linguistischen Universität Kiew. 2002-2009 arbeitete sie als Assistentin am Lehrstuhl für Weltliteratur an dieser Uni und schrieb ihre Doktorarbeit über den deutschen Wenderoman. Seit 2008 arbeitet sie als Mitgestalterin und Redakteurin der Website über Literatur, Kunst und soziale Kritik ПРОstory www.prostory.net.ua. Seit 2009 ist freiberufliche Übersetzerin und Mitherausgeberin des gleichnamigen Literaturmagazins. In ihrer Übersetzung wurden in der Ukraine Werke von Birgit Vanderbeke, Johann Karl August Musäus, Terezia Mora, Gerhard Rühm, Bodo Hell, Miron Zownir, Reinhard Jirgl u.a. veröffentlicht.

Nelia Vakhovska arbeitet in Dresden-Hellerau an der Übersetzung der frühen Erzählungen von Arno Schmidt („Leviathan“, „Seelandschaft mit Pocahontas“, „Goethe“, „Tina“).


2012 Dresden-Hellerau

Richard Gross, Österreich / Spanien

Richard Gross

Geboren 1959 in Schalchen, Österreich. Studierte Romanische Philologie in Salzburg und Salamanca sowie Übersetzen (romanische Sprachen) in Wien und arbeitete nach seinem Studium als Lektor an Universitäten in Wien und Barcelona. Nach Abschluss seiner Dissertation 1997 widmete er sich zunehmend dem literarischen Übersetzen, seit 2008 ist er ausschließlich als freiberuflicher Literatur- und Sachbuchübersetzer tätig. 2011 nahm er am Internationalen Übersetzertreffen des Literarischen Colloquiums Berlin teil sowie an der ersten Deutsch-Mexikanischen Übersetzerwerkstatt in Guadalajara. Richard Gross übersetzt vorwiegend ins Spanische. Sein Hauptinteresse gilt der Vermittlung deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts. Übersetzte Autorinnen und Autoren: Marlen Haushofer, Erich Hackl (jeweils als Co-Übersetzer), Fred Wander, Hans Magnus Enzensberger, Reinhard Jirgl, Franziska von Reventlow, Saša Stanišić, Inka Parei, Max Scheler, Hannah Arendt u. a.

Richard Gross arbeitet in Dresden-Hellerau an der Übersetzung von „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge.


2012 Dresden-Hellerau

Ryszard Wojnakowski, Polen

Ryszard Wojnakowski © Jan Zappner

Geboren 1956 in Krakau, Polen. Nach dem Studium der Germanistik war er kurze Zeit als Deutschlehrer, anschließend zehn Jahre lang als Verlagslektor tätig, ehe er sich 1993 als literarischer Übersetzer selbstständig machte.
Als ersten großen Schriftsteller übersetzte er Heinrich Böll. Es folgten u.a. Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Edgar Hilsenrath, Tanja Kinkel, Michael Ende. Zu den bedeutenden Autoren der Kultur- und Ideengeschichte zählen insbesondere Martin Buber, Gershom Scholem, Franz Dornseiff und Manfred Lurker.
Seit 2000 ist er Herausgeber zeitgenössischer österreichischer Lyrik; er selbst übersetzte für diese Reihe Gedichte unter anderem von Ilse Aichinger und Friederike Mayröcker. Theaterstücke und Web-Projekte runden sein bisheriges übersetzerisches Schaffen ab.
1994 erhielt er für seine Übertragung von Edgar Hilsenraths „Märchen vom letzten Gedanken“ den Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung, 1996 den Preis des Polnischen Übersetzerverbandes für „Münchhausen“ von Karl Immermann. Als weitere bedeutende Auszeichnungen folgten 2007 der Preis der Zeitschrift "Literatura na Swiecie" und 2009 der Karl-Dedecius-Preis.
Ryszard Wojnakowski im Porträt auf der Webseite des Goethe-Instituts Polen: http://www.goethe.de/ins/pl/lp/kul/dup/lit/ueb/de8270173.htm

In Dresden-Hellerau arbeitet Ryszard Wojnakowski an der Übersetzung einer Anthologie Schweizer Lyrik.


2012 Gut Siggen

Furqat Soatov, Usbekistan

Furqat Soatov

Geboren 1988 in Namangan, Usbeskistan. Furqat Soatov studiert Germanistik an der Fakultät für Fremdsprachen der Nationalen Universität von Usbekistan und arbeitet als Dolmetscher bei internationalen Konferenzen und Großveranstaltungen. Er hat an verschiedenen Seminaren und Fortbildungen zum literarischen Übersetzen teilgenommen, zuletzt 2011 an der Sommerakademie des Goethe-Instituts Taschkent.
Furqat Soatov hat Auszüge aus Romanen und Erzählbänden von Franz Hohler, Jenny Erpenbeck, Daniel Kehlmann, Herta Müller u.a. übersetzt. Seine Beiträge erschienen in bisher zwei Anthologien zeitgenössischer Kurzprosa in usbekischer Übersetzung.

Furqat Soatov arbeitet auf Gut Siggen an der Übersetzung von „Ruhm“ von Daniel Kehlmann.


2012 Gut Siggen

Sibel Yeşilay, Türkei

Sibel Yeşilay © Krisztián Bócsi

Geboren 1963 in Istanbul, Türkei. Sibel Yeşilay studierte zunächst Deutsch an der Pädagogischen Hochschule der Marmara-Universität Istanbul. Anschließend absolvierte sie den Magisterstudiengang an der Philosophischen Fakultät der Istanbuler Universität und promovierte dort zum Thema Theaterkritik. Sie arbeitete mehrere Jahre als Theaterkritikerin für die türkische Tageszeitung „Radikal“ und ist seit 2001 hauptberuflich als Dramaturgin am Stadttheater Bakırköy-Istanbul tätig. Zugleich ist sie Lektorin für Theaterwissenschaft an den drei Istanbuler Universitäten.
Sibel Yeşilay übersetzt hauptsächlich Theaterstücke, u.a. von Kristof Magnusson, Roland Schimmelpfennig, Rainer Werner Fassbinder, Peter Turrini, Theresia Walser und Sibylle Berg.

Sibel Yeşilay arbeitet auf Gut Siggen an der Übersetzung von „Nach dem glücklichen Tag“ von Gerhild Steinbuch.

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