2013

2013 Dresden-Hellerau

Jitka Nešporová, Tschechische Republik

Jitka NešporováGeboren 1982 in Sušice, Tschechische Republik, lebt seit 2000 in Prag. Seit dem Abschluss des Studiums der Übersetzungswissenschaft an der Karls-Universität Prag arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin und Vermittlerin zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur. Jitka Nešporová ist Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift iLiteratura.cz. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, dem Goethe-Institut Prag sowie der Prager Buchmesse (Programmreihe „Das Buch“). In ihrer Übersetzung ins Tschechische erschienen bisher Bücher von Gunther Geltinger, Angelika Overath, Catalin Dorian Florescu. 2011 nahm sie am Internationalen Übersetzertreffen des Literarischen Colloquiums Berlin teil, 2012 verbrachte sie einen Arbeitsaufenthalt im Übersetzerhaus Looren.

Jitka Nešporová arbeitet in Dresden-Hellerau an der Übersetzung von „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“ von Vea Kaiser.


2013 Dresden-Hellerau

Jonathan Nieraad, Israel

Jonathan NieraadGeboren 1980 in Jerusalem, Israel. Studierte von 2000 bis 2004 Geschichte, Literatur und Romanistik an der Hebräischen Universität Jerusalem und absolvierte von 2004 bis 2006 ein Übersetzungs- und Lektoratstudium am Alma-College in Tel Aviv. Bereits während seines Studiums arbeitete er als freischaffender Übersetzer und übersetzte zahlreiche Werke der deutschen Literatur ins Hebräische: Stefan Zweig „Amokläufer“ (1998); Jean Améry „Jenseits von Schuld und Sühne“ (2000); Siegfried Lenz „Arnes Nachlass“ (2002); W.G. Sebald „Austerlitz“ (2006); Johanna Adorjan „Eine exklusive Liebe“ (2011); Joseph Roth „Juden auf Wanderschaft“ (2011); Ferdinand von Schirach „Verbrechen“ (2013). Sein zweiter Schwerpunkt liegt auf Übersetzungen von zahlreichen Kinderbüchern ins Hebräische, darunter den Jugendroman „Malka Mai“ (2003) von Mirjam Pressler, für dessen Übersetzung er 2006 mit dem Andersen-Award ausgezeichnet wurde. Ferner arbeitet er als Übersetzer für das Israelische staatliche Fernsehen. Nieraad nahm 2007 an der Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur im Literarischen Colloquium Berlin teil.

In Dresden-Hellerau arbeitet er an einer neuen und erweiterten Übersetzung der Briefe Franz Kafkas an Milena ins Hebräische.


2013 Dresden-Hellerau

Hala Ghoneim, Ägypten

Hala GhoneimGeboren 1963 in Kairo, Ägypten. Nach dem Grundstudium der Germanistik an der Universität Kairo absolvierte sie den Magisterstudiengang an der University of Maryland, USA. Sie promovierte mit einer Dissertation über das Bild der Dritten Welt im Werk Hans Magnus Enzensbergers und ist seit 1996 als Dozentin für Germanistik an der Universität Kairo tätig. Zeitweilig leitete sie Sprachkurse am Goethe-Institut Kairo. 2010 erhielt Hala Ghoneim den vom Goethe-Institut erstmals ausgeschriebenen Deutsch-Arabischen Übersetzerpreis, der ihr im Rahmen der Leipziger Buchmesse überreicht wurde. Im selben Jahr nahm sie am Internationalen Übersetzertreffen im Literarischen Colloquium Berlin sowie am Übersetzungscolloquium im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Leukerbad teil. Im Dezember 2012 beteiligte sie sich an der Deutsch-Arabischen ViceVersa-Übersetzerwerkstatt im Literarischen Colloquium Berlin. Sie hat Ingo Schulze, Stefan Mühldorfer und Sabine Ludwig übersetzt. Zudem betreute sie eine Teamprojekt-Übersetzung von Jenny Erpenbecks „Dinge, die verschwinden“ als Coach und Lektorin.

In Dresden-Hallerau arbeitet Hala Ghoneim an der Übersetzung von Lutz Seilers Roman „Die Zeitwaage“.


2013 Dresden-Hellerau

Juan Andrés García Román, Spanien

Juan Andrés García RománGeboren 1979 in Granada, Spanien. Juan Andrés García Román lebt in seiner Geburtsstadt als Übersetzer und freier Künstler. Er studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Granada. In Jahr 2012 hat er seine Doktorarbeit abgeschlossen, in welcher er die Poetik des chilenischen Autors David Rosenmann-Taub untersucht hat. Er übersetzt seit 2005 aus dem Deutschen, u.a. Autoren wie Rainer Maria Rilke, Carl Einstein, Friedrich Hölderlin, Franz Kafka, Arthur Schnitzler, Arne Rautenberg. Er hat an verschiedenen Seminaren zum literarischen Übersetzen teilgenommen, zuletzt 2012 an der Sommerakademie des Literarischen Colloquiums Berlin. Außerdem hat er sowohl Gedichte als auch Rezensionen, kritische Arbeiten und Artikel für verschiedene spanische und internationale literarische Zeitschriften verfasst.

Juan Andrés García Román arbeitet in Dresden-Hellerau an der Übersetzung einer Anthologie junger deutscher Lyrik.


2013 Gut Siggen

Ali Abdollahi, Iran

Ali AbdollahiGeboren 1968 in Birjand, Iran. Freier Schriftsteller und Lyriker. Ali Abdollahi studierte Germanistik in Teheran. Abschluss mit der Diplomarbeit "Konkrete Poesie im Deutschunterricht". Abdollahi hat fünf Gedichtbände auf Persisch in Teheran veröffentlicht, drei Bücher über Rainer Maria Rilke und Günter Grass herausgegeben, und einige Gedichte auf Deutsch publiziert. Seit 1998 übersetzt er aus dem Deutschen ins Persische. Von ihm sind bis jetzt mehr als 70 Übersetzungen von Autoren wie Franz Kafka, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger, Heinrich Heine, Bertold Brecht, Günter Grass , Kurt Tucholsky, Elias Canetti, Robert Musil, Michael Krüger und Ilma Rakusa erschienen. Seine Anthologien aktueller deutschsprachiger Prosa und Lyrik haben mehrere Auflagen im Iran erreicht. Im Frühjahr 2004 erhielt er ein Stipendium des Goethe-Instituts München. Seit 2004 ist er iranischer Partner von lyrikline.org und hat mehrmals am Poesiefestival Berlin teilgenommen. 2007 nahm er am Theater-Übersetzertreffen in Mühlheim und 2011 am Internationalen Übersetzertreffen des Literarischen Colloquiums Berlin teil. 2009 erhielt er ein Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt im Übersetzerhaus Looren für die Übersetzung der Novellen "Die Leute von Seldwyla" von Gottfried Keller.

Ali Abdollahi arbeitet in Gut Siggen an der Übersetzung einer zweisprachigen Anthologie aus vier Gedichtbänden von Michael Krüger.


2013 Gut Siggen

Urška P. Černe, Slowenien

Urška P. ČerneGeboren 1971 in Maribor, Slowenien. Aufgewachsen in einer slowenisch-hessischen Familie. Urška Černe ist Komparatistin und Juristin. Sie übersetzt seit 1998 aus dem Deutschen und in Tandems auch ins Deutsche, u.a. Autoren wie Peter Bichsel, Marie-Luise Kaschnitz, Andreas Maier, Kevin Vennemann, Arnold Stadler und Boris Pahor. Darüber hinaus hat sie Lyrik von Durs Grünbein, Rolf Dieter Brinkmann, Heiner Müller, Uljana Wolf, Anja Golob sowie Theaterstücke von Ödön von Horváth, Elfriede Jelinek und David Gieselmann in Slowenische übertragen. Neben der Tätigkeit als Übersetzerin leitet Urška Černe das PRANGER Poesiefestival. Sie ist Lehrbeauftragte an der Universität Maribor und Mentorin bei dem auf der kroatischen Insel Premuda stattfindenden Sommerkolleg Literarisches Übersetzen des Instituts für theoretische und angewandte Translationswissenschaft (ITAT) der Universität Graz. 2008 erhielt sie den slowenischen Nationalpreis für literarische Übersetzung.

Urška P. Černe arbeitet auf Gut Siggen an der Übersetzung ausgewählter Werke von Günter Grass.

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