Neue Theaterstücke des Kinder- und Jugendtheaters

„Koffein“ von Denis Leifeld

© Colourbox„Koffein“ © Colourbox

Denis Leifeld studierte Theater- und Medienwissenschaft, Psychologie und Neueren deutschen Literaturgeschichte, seit 2004 arbeitet er als Autor, Dramaturg und Regisseur u.a. am Experimentiertheater Erlangen, beim Arena Festival der jungen Künste, Staatstheater Nürnberg und bei der amerikanischen Off-Bühne Push Push Theater. 2005 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Es folgten Forschungs- und Recherchereisen nach Atlanta, New York und Tokio. Seit 2008 lehrt er am Institut für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Denis Leifeld lebt in Nürnberg.

Über sie wird geredet und spekuliert, sie werden beobachtet – aber keiner weiß wirklich, wer sie sind und was sie machen. Sie tauchen auf, verändern das Gelände durch ihre rätselhaften Eingriffe und verschwinden wieder: Bäume sind über Nacht gepflanzt, Gleise verlegt, seltsame Rituale werden veranstaltet, Scheinwerfer auf- und wieder abgebaut. Wer sind 'die'? Nur eins scheint klar zu sein: Sie haben eine enorme Anziehungskraft. So wollen auch die zwei Hauptfiguren – ER und SIE – unbedingt dazugehören. ER pusht sich, setzt sich unter enormen Druck und wird Getriebener seiner Nervosität; und SIE inszeniert sich mit Hilfe ihres FREUNDES in einer spektakulären Graffiti-Aktion, die nachdrückliches Aufsehen erregen soll. Beide werden jedoch abgelehnt. Eine Welt bricht zusammen. Völlig am Boden zerstört, treffen SIE und ER aufeinander. Sie verbünden sich und begeben sich auf eine fragile Suche nach Alternativen. Mehrmals treffen sie auf dem Gelände auf eine unauffällige Person, die die Geschehnisse ganz anders zu durchdringen scheint. Alles verändert sich.. In Szenen zwischen rasanter Unruhe und sprachloser Stille schildert „Koffein“ den Drang und die Folgen des Gefühls 'ich muss unbedingt dazugehören'.
(Jugendpreis Baden-Württemberg)


Auszeichnung
2012 Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg
Technische Daten
Uraufführung Frei zur Uraufführung
Personenzahl 1 Dame, 2 Herren
Altersempfehlung k. a.