Neue Theaterstücke des Kinder- und Jugendtheaters

„Lottes Feiertag“
von Michael Schramm / Sabine Zieser

© Rudi Ott„Lottes Feiertag“ © Rudi Ott

Michael Schramm wurde 1962 in Tirschenreuth (Oberpfalz) geboren. Er gründete 1982 die freie Theatergruppe „Sas pe haj nas pe“, deren Schwerpunkt auf dem Körpertheater liegt. 1989 war er zu Gast in Paris, um mit Jean-Paul Denizon (Schauspieler und Mitarbeiter von Peter Brook) an „Was ihr wollt“ zu arbeiten. Seit 1990 ist er Ensemblemitglied des Theater Mummpitz in Nürnberg und Autor.

Sabine Zieser wurde 1960 in der Nähe von Göttingen geboren. Sie studierte zunächst Sozialpädagogik in Nürnberg, bevor sie sich der freien Nürnberger Theaterszene widmete. Sie absolvierte zahlreiche Workshops, machte Straßentheater und gründete die freie Theatergruppe „theater ACT“ in Nürnberg. Zur Zeit arbeitet Sabine Zieser als Schauspielerin und Autorin am Nürnberger Kinder- und Jugendtheater Mummpitz.
(Mülheimer Theatertage)


„Wenn sich zwei küssen, verändert sich die Welt.“ Diesen Satz von Octavio Paz hat Joseph in einer der Zeitschriften gelesen, die er austrägt. Und deshalb hat er Lotte auf dem Nachhauseweg nach der Schule überraschend geküsst. Das passte Lotte gar nicht, und ein paar Tage später, nämlich an Großvaters Geburtstag, hat sie Joseph dafür eine geknallt. Dann ist sie weggerannt und aus Versehen in einen alten Brunnen gefallen, und alles kam anders als geplant. Der von Lotte geliebte Großvater setzte inmitten seiner bunten Festgesellschaft gerade zu seiner Rede an, als der Postbote Heinrich verkündete: „Die Lotte ist in den Brunnen gefallen.“ Das Entsetzen ist groß. Zuerst rücken die komischen Feuerwehrleute Antonio, Husten und Schmitz („wie Witz“) an und machen alles nur noch schlimmer, dann ein Fernsehteam. Als schließlich die Hauptwasserleitung auseinanderbricht, wird es brenzlig. Retten kann Lotte nur einer.
„Lottes Feiertag“ ist eine poetische und komische Geschichte vom Älterwerden, von der Liebe und davon, was im Leben zählt. Michael Schramm und Sabine Zieser erzählen mit Blick zurück auf Großvaters Leben, mit sprachlicher Genauigkeit und Liebe für Details, mit (Wort)Witz und scheinbarer Leichtigkeit von einem eher ungewöhnlichen Feiertag, der anders verläuft, als sich das der Großvater und seine Enkeltochter erträumt haben.
(Nina Peters, Theater an der Ruhr)


„Lottes Feiertag“ ist, wie Kindertheater sein soll. Fantasievoll, lustig und ohne erhobenen Zeigefinger.
(Nürnberger Zeitung, 29.03.2011)

„Lottes Feiertag“, im atemlosen Wechsel zwischen herrlichem Slapstick und großer Poesie, zwischen Singspiel und Mitmach-Theater, verblüfft mit gelungenen Stimmungswechseln – und einer eigentlich einfachen, großen Geschichte.
(Abendzeitung, 28.03.2011)


Auszeichnung
2012 Nominiert für den Mülheimer KinderStückePreis
Technische Daten
Uraufführung 26.03.2011 am Theater Mummpitz
Regie Andrea Maria Erl
Personenzahl 1 Dame, 2 Herren
Altersempfehlung ab 8 Jahren
Rechte Theater Mummpitz

www.theater-mummpitz.de