Peter Handke

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Geboren am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten). Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich. Nach dem Abitur 1961 studiert Handke in Graz Jura. 1966, nach Abbruch des Studiums, erscheint sein erster Roman „Die Hornissen“. Etwas später, noch im selben Jahr, wird sein Stück „Publikumsbeschimpfung“ in der Regie von Claus Peymann am Theater am Turm in Frankfurt uraufgeführt.
Es folgen in den nächsten Jahrzehnten weitere bedeutende Uraufführungen: „Kaspar“(1968), „Der Ritt über den Bodensee“(1971), „Das Spiel vom Fragen“(1988), „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ (1992), „Untertagblues“ (2002), „Immer noch Sturm“ (2011) sowie über 30 Erzählungen und Prosawerke wie „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1969), „Die linkshändige Frau“(1976), „Der Chinese des Schmerzes“ (1983), „Die Wiederholung“ (1986), „Mein Jahr in der Niemandsbucht“(2004).
Neben der Tätigkeit als Erzähler und Dramatiker ist Peter Handke Übersetzer klassischer griechischer Werke (Aischylos, Sophokles, Euripides) sowie französischer und amerikanischer Autoren (René Char, Francis Ponge, Walker Percy).

Für „Immer noch Sturm“ (2011) erhält er den Nestroy-Theaterpreis sowie den Mülheimer Dramatikerpreis 2012.

Preise/Auszeichnungen (Auswahl):
  • 1967: Gerhart-Hauptmann-Preis
  • 1972: Literaturpreis des Landes Steiermark
  • 1973: Schillerpreis der Stadt Mannheim
  • 1973: Georg-Büchner-Preis (Preisgeld 1999 zurückgegeben)
  • 1979: Preis der Gilde deutscher Filmtheater
  • 1979: Franz-Kafka-Preis der Stadt Klosterneuburg (Weitergabe der Hälfte der Preissumme an Gerhard Meier)
  • 1983: Kulturpreis des Landes Kärnten
  • 1983: Franz-Grillparzer-Preis
  • 1985: Anton-Wildgans-Preis (abgelehnt)
  • 1986: Literaturpreis des Kulturfonds der Landeshauptstadt Salzburg
  • 1987: Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur
  • 1988: Bremer Literaturpreis
  • 1991: Franz-Grillparzer-Preis
  • 1995: Schiller-Gedächtnispreis
  • 2004: Siegfried Unseld Preis
  • 2006: Nominierung für den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf am 20. Mai 2006. Ablehnung des Jury-Entscheids durch drei Stadtratsfraktionen (30. Mai 2006), Verzicht Handkes am 2. Juni 2006.
  • 2007: Berliner Heinrich-Heine-Preis als Reaktion auf die Entscheidung des Düsseldorfer Stadtrats durch eine Initiative des Berliner Ensembles; Handke bedankte sich für die Bemühungen, nahm aber den Preis nicht an und spendete das Preisgeld für eine Enklave im Kosovo
  • 2008: Thomas-Mann-Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (Stiftung der Preissumme an die Akademie)
  • 2009: Franz-Kafka-Literaturpreis der Stadt Prag
  • 2011: Nestroy-Theaterpreis für „Immer noch Sturm“ – Salzburger Festspiele/Thalia Theater Hamburg (Kategorie: Bestes Stück – Autorenpreis)
  • 2012: Mülheimer Dramatikerpreis für „Immer noch Sturm“
  • 2014: Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis

    Theaterbibliothek - Übersetzungen

    Übersetzte Stücke von Peter Handke in der Theaterbibliothek

    Stücke

    Immer noch Sturm

    Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« (oder steht es eher am Rande?) dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Mehr ...

    Werkliste - Auswahl

    • Die schönen Tage von Aranjuez"
      UA 2012, Burgtheater (Akademietheater), Wien
    • Immer noch Sturm
      UA 2011, Salzburger Festspiele, Koproduktion mit dem Thalia Theater, Hamburg
      Mülheimer Dramatikerpreis 2012
    • Der Himmel über Berlin Mit Wim Wenders/Richard Reitinger
      UA 2010, Salzburger Festspiele
    • Bis dass der Tag euch scheidet oder Eine Frage des Lichts
      UA 2008, Comédie de Valence DEA 2009, Salzburger Festspiele
    • Spuren der Verirrten
      UA 2007, Berliner Ensemble
    • Untertagblues
      UA 2004, Berliner Ensemble
      Einladung zu den Mülheimer Theatertagen
    • Zusammen mit Mladen Matic Warum eine Küche (La cuisine)?
      UA 2001, Théâtre Tattoo im Théâtre Garonne DEA 2002, Choreographisches Theater Bonn
    • Die Fahrt im Einbaum oder das Stück zum Film vom Krieg
      UA 1999, Burgtheater, Wien
    • Zurüstungen für die Unsterblichkeit. Königsdrama
      UA 1997, Burgtheater, Wien
    • Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten
      UA 1992, Burgtheater, Wien
    • Das Spiel vom Fragen oder Die Reise ins sonore Land
      UA 1990, Burgtheater, Wien
    • Über die Dörfer
      UA 1982, Salzburger Festspiele
    • Die Unvernünftigen sterben aus
      UA 1974, Theater am Neumarkt, Zürich
    • Der Ritt über den Bodensee
      UA Schaubühne am Halleschen Ufer, Berlin
    • Quodlibet
      UA 1970, Theater Basel
    • Das Mündel will Vormund sein
      UA 1969, Theater am Turm, Frankfurt
    • Kaspar
      UA 1968, Theater Oberhausen und Theater am Turm, Frankfurt
    • Hilferufe
      UA 1967, Theater Oberhausen
    • Publikumsbeschimpfung
      UA 1966, Theater Oberhausen
    • Selbstbezichtigung
      UA 1966, Theater Oberhausen
    • Weissagung
      UA 1966, Theater Oberhausen
    • Der Jasager und der Neinsager
      UA 1966, Theater Oberhausen