René Pollesch

René Pollesch - © Thomas Aurin
© Thomas Aurin

René Pollesch, 1962 in Friedberg/Hessen geboren, studierte von 1983 - 89 Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen bei Andrzej Wirth und Hans-Thies Lehmann, szenische Projekte bei den Gastdozenten Heiner Müller, George Tabori, John Jesurun u.a. 1996 Arbeitsstipendium am Royal Court Theatre London mit Seminaren bei Harold Pinter, Caryl Churchill u.a. In der Spielzeit 1999/2000 war er Hausautor am Luzerner Theater, im Herbst 2000 Hausautor am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
Von der Spielzeit 2001/2002 bis 2006/2007 war Pollesch künstlerischer Leiter des Praters der Berliner Volksbühne (Intendant: Frank Castorf). 2002 wurde Pollesch in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum besten deutschen Dramatiker gewählt. Er inszeniert in Berlin, Stuttgart, München, Hamburg, Frankfurt, Wien und Zürich.

Preise und Auszeichnungen:

  • Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2012 für das Gesamtwerk
  • 2012 Einladung zum Berliner Theatertreffen und den Mülheimer Theatertagen mit "Kill Your Darlings ! Streets of Berladelphia"
  • 2007 Nestroy-Theaterpreis für „Das purpurne Muttermal“
  • Mülheimer Dramatikerpreis 2006 für "Cappuccetto Rosso"
  • Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2002
  • Mülheimer Dramatikerpreis 2001
  • Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart 1997

    Theaterbibliothek - Übersetzungen

    Übersetzte Stücke von René Pollesch in der Theaterbibliothek

    Stücke

    Gasoline Bill

    Die Krise fängt bei jedem selbst an. Beim unverschämten Blick des Anderen aus dem Spiegel, der klar macht, dass nicht die Innerlichkeit, sondern das Außen zählt, und dass die stets traumatische Erfahrung der Liebe nur auszuhalten ist, solange wir es schaffen, einander fremd zu bleiben.Mehr ...

    Kill your Darlings ! Streets of Berladelphia

    Über die Liebe in Zeiten des Kapitalismus, spricht René Pollesch in seinen Theaterstücken bereits seit den 1990er Jahren. Dabei verpackt er seine Gesellschaftstheorien in monologische Schreitiraden, soapartige Bühnenbilder, live mitgeschnittene Videoeinsätze und glitzernde Trashkostüme. Mehr ...

    Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang

    René Pollesch entwickelte diesen Theaterabend als Monolog für und zusammen mit dem Schauspieler Fabian Hinrichs; der Titel ist einer Tagung an der Frankfurter Universität entlehnt, die sich 2001 mit Texten zu „Subjektkonstitution und Ideologieproduktion“ (erschienen im Ventil Verlag) befasste. Mehr ...

    Fantasma

    "Fantasma" ist ein Stück über das Erleben, die Sehnsucht und die Nachwehen zu Ende gegangener Zustände. Erst wenn der chinesische Kommunismus plötzlich durch den Kapitalismus ersetzt wird, erhält er Konturen, wird er real erfahrbar in seiner Abwesenheit. Genau dieses Paradoxon des "Erlebens" ereilt auch zwei Liebende im Stück von René Pollesch. Mehr ...

    Cappuccetto Rosso

    Auch in dem 2005 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück „Cappuccetto Rosso“ (Rotkäppchen) läßt René Pollesch seine bewährten Schauspieler vom Prater der Volksbühne Berlin (Sophie Rois, Christine Groß, Caroline Peters, Volker Spengler), deren eigene Identität im echten Leben mit ihrer Rolle oder besser noch ihrem Dasein im Stück untrennbar miteinander verbunden sind, über die verschiedensten Facetten der Repräsentation, sei es Alltag oder Vergangenheitsbewältigung, reflektieren. Mehr ...

    Prater-Saga, 1-5

    "1000 Dämonen wünschen dir den Tod"
    "Twopence-Twopence und die Voodoothek"
    "In diesem Kiez ist der Teufel eine Goldmine"
    "Diabolo - Schade, dass er der Teufel ist"
    "Die Magie der Verzweiflung"

    In seiner Gesellschaftssatire und Theater-Soap „Prater-Saga, 1-5“ läßt René Pollesch an fünf Theaterabenden in den lose miteinander verbundenen Stücken die bei ihm immer wiederkehrenden zentralen gesellschaftskritischen Themen von Globalisierung und Kapitalismus, dem Menschen als Ware oder freies Individuum in verschiedenen Variationen diskutieren.Mehr ...

    Pablo in der Plusfiliale

    "Pablo in der Plusfiliale von René Pollesch ist eine clipästhetische Telenovela zwischen Trash und Theorie, Web- und Werbesprache, die im knallfarbenen Retrolook der siebziger Jahre daherkommt und sich von deren melodischen Sounds ihre Textflächen unterlegen läßt. Keine Handlung, keine Subjekte, keine Identifikationsangebote.Mehr ...

    Prater Trilogie: "Stadt als Beute" / "Insourcing des Zuhause. Menschen in Scheiß-Hotels" / "Sex"

    Stadt als Beute nach spaceLab wendet die Umnutzung überschüssiger Stadtareale und ihre Aktivierung als profitträchtige Immobilie auf den menschlichen Organismus an.
    Insourcing des Zuhause. Menschen in Scheiß-Hotels basiert auf einer Vorlage von Renate Lorenz, Brigitta Kuster und Pauline Boudry, die sich in einem Büro-Suite-Hotel oder Boardinghouse einmieteten, das als "Zuhause im Hotel" beworben wird.
    Sex. Sex, was soll das überhaupt sein? Was soll das denn sein: SEX! Das scheinen irgendwie nur die Männer zu wissen.Mehr ...

    Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr

    Die Fortsetzung von "Heidi Hoh". Unter verschärften Bedingungen reflektiert die Titelfigur ihr Arbeitsverhältnis am heimischen PC und die ihr aufgedrängte Identität im Amok laufenden Kapitalismus neu. Mit ihrem Notebook eingestöpselt in Verhältnisse, die sie ablehnt, ist Heidi Hoh auf der besessenen Suche nach einem Wirklichkeitstraum: "ICH WILL DIESES LEBEN NICHT MEHR FÜHREN! Mehr ...

    Werkliste - Auswahl

    • Herein ! Herein ! Ich atme euch ein !
      UA 2014, Schauspielhaus Zürich
    • Je t'adorno
      UA 2014, Schauspiel Frankfurt
    • Cavalcade or Being a holy Motor
      UA 2013, Burgtheater, Wien
    • Gasoline Bill
      UA 2013, Münchner Kammerspiele
    • Cavalcade
      UA 2013, Burgtheater (Akademietheater), Wien
    • Glanz und Elend der Kurtisanen nach Honoré de Balzac
      UA 2013, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Neues vom Dauerzustand
      2012, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
    • Macht es für euch !
      UA 2012, Schauspielhaus, Zürich
    • Eure ganz großen Themen sind weg!
      UA 2012, Münchner Kammerspiele
    • Wir sind schon gut genug
      UA 2012, Schauspiel Frankfurt
    • Kill Your Darlings ! - Streets of Berladelphia
      UA 2012, Volksbühne-am-Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin Einladung zum Berliner Theatertreffen
    • Die Liebe zum Nochniedagewesenen
      UA 2011, Akademietheater, Wien
    • Die Kunst war viel populärer, als ihr noch keine Künstler wart
      UA 2011, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Was immer du machst, mach es nicht selbst
      UA 2011, Theater Freiburg
    • Fahrende Frauen
      2011, Schauspielhaus Zürich
    • Schmeiss dein Ego weg !
      UA, 2011, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • XY Beat
      UA, 2010, Münchner Kammerspiele
    • Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen
      UA, 2010, Schauspiel Frankfurt
    • Drei Western
      UA, 2010, Staatstheater Stuttgart
    • Der perfekte Tag. Ruhrtrilogie 3
      UA 2010, Ringlokschuppen, Mülheim, Koproduktion mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Peking Opel
      UA 2010, Burgtheater, Wien
    • nach Christa Winsloe „Mädchen in Uniform“
      UA 2010, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
    • Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang
      UA 2010, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Calvinismus Klein
      UA 2009, Schauspielhaus Zürich
    • Cinecittà Aperta
      UA 2009, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin (Prater)
    • JFK
      UA 2009, Thalia Theater, Hamburg
    • Wenn die Schauspieler mal einen freien Abend haben wollen, übernimmt Hedley Lamarr
      UA 2008, Staatstheater Stuttgart
    • Ein Chor irrt sich gewaltig
      UA 2009, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin (Prater)
    • Ping Pong d'amour
      UA 2009, Münchner Kammerspiele
    • Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors
      UA 2009, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Fantasma
      UA 2008, Burgtheater, Wien Einladung Mülheimer Theatertage
    • Tal der fliegenden Messer
      UA 2008, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Hallo Hotel Nachtportier
      UA 2007, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Die Welt zu Gast bei reichen Eltern
      UA 2007, Thalia Theater, Hamburg
    • Diktatorengattinnen
      UA 2007, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Liebe ist kälter als das Kapital
      UA Schauspiel Stuttgart, 2007 
    • Ragazza dell´ Europa
      UA: Teatr Rozmaitosci, Warschau, 2007
    • Solidarität ist Selbstmord
      UA: Münchner Kammerspiele, 2007 
    • Wann kann ich endlich in einen Supermarkt gehn und kaufen was ich brauche allein mit meinem guten Aussehen?
      UA: Staatstheater Stuttgart, 2007 
    • Strepitolino - i giovanotti disgraziati
      UA: Prater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 2006 
    • Das purpurne Muttermal
      UA: Akademietheater, Wien, 2006 
    • L'Affaire Martin! Occupe-toi de Sophie. Par la fenêtre, Caroline! Le mariage de Spengler. Christine est en avance.
      UA: 11.10.2006, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
    • Schändet eure neoliberalen Biographien
      UA Kammerspiele München, 2005
    • Cappuccetto Rosso
      UA: Volksbühne Berlin (Prater)/Salzburger Festspiele, 2005
    • Häuser gegen Etuis
      UA: Burgtheater (Kasino) Wien, 2005
    • Die Magie der Verzweiflung (Prater-Saga 5, Regie: René Pollesch)
      UA: Prater (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin, 2005
    • Der okkulte Charme der Bourgeoisie bei der Erzeugung von Reichtum
      UA: Schauspielhaus, Hamburg, 2005
    • Stadt ohne Eigenschaften
      UA: Staatstheater, Stuttgart, 2004
    • Diabolo - Schade, dass er der Teufel ist (Prater-Saga 4, Regie: Stefan Pucher)
      UA: Prater (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin, 2004
    • In diesem Kiez ist der Teufel eine Goldmine (Prater-Saga 3, Regie: Gob Squad)
      UA: Prater (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin, 2004
    • Twopence-Twopence und die Voodoothek (Prater-Saga 2, Regie: Jan Ritsema)
      UA: Prater (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin, 2004
    • 1000 Dämonen wünschen Dir den Tod (Prater-Saga 1, Regie: René Pollesch)
      UA: Prater (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin, 2004
    • Hallo Hotel…
      UA: Burgtheater (Kasino), Wien, 2004
    • Pablo in der Plusfiliale
      UA: Ruhrfestspiele, Recklinghausen, 2004
    • Telefavela
      UA: Prater (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), Berlin, 2004
    • LSD
      UA: Schauspielhaus, Stuttgart, 2003
    • Bei Banküberfällen wird mit wahrer Liebe gehandelt
      UA: Schauspielhaus, Zürich, 2003
    • Freedom, Beauty, Truth & Love. Das revolutionäre Unternehmen
      UA: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 2003
    • Soylent Green ist Menschenfleisch, sagt es allen weiter!
      UA: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin,2003
    • 24 STUNDEN SIND KEIN TAG. ESCAPE FROM NEW YORK
      UA: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 2002
    • SIE LEBEN!
      UA: als Koproduktion mit dem Festival Theaterformen und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg in Braunschweig, 2002
    • Der Kanditat (1980) - Arbeitstitel
      UA Prater, Berlin (in Koproduktion mit Festival Theaterformen und Deutsches Schauspielhaus Hamburg), 2002
    • Erste Vorstellung (nach John Cassavetes)
      UA Prater, Berlin, 2002
    • Prater Trilogie. Stadt als Beute / Insourcing des Zuhause - Menschen in Scheiss-Hotels / Sex
      UA Volksbühne im Prater, Berlin, 2001/2002
    • Ufos & Interviews
      UA Luzerner Theater, 2001
    • Heidi Hoh 3 - die Interessen der Firma können nicht die Interessen sein, die Heidi Hoh hat.
      UA Podewil, Berlin (in Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt), 2001
    • www-slums
      UA der ersten Folge: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2000
    • Frauen unter Einfluss
      UA Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 2000
    • Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr
      UA Podewil, Berlin (in Koproduktion mit Luzerner Theater), 2000
    • Smarthouse® 1+2
      UA Staatstheater Stuttgart, 2001
    • Bambi Sickafossee
      UA: Junges Theater Göttingen, 2000
    • Java™ in a box
      UA der ersten Folge: Luzerner Theater, 1999
    • Heidi Hoh
      UA Podewil, Berlin, 1999
    • Superblock
      UA Berliner Ensemble, 1998
    • Drei hyterische Frauen/Three hysterical Women/Trois femmes hystériques
      UA Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 1998
    • Pool. Snuff Comedy
      UA TAT, Frankfurt/Main, 1994
    • Entertaining Mr. S. - rip off
      UA TAT, Frankfurt/Main, 1994
    • Ich schneide schneller
      UA Version 4: TAT, Frankfurt/Main, 1993
    • Splatterboulevard
      UA TAT, Frankfurt/Main, 1992
    • Harakiri einer Bauchrednertagung
      UA der Episode Oskarnacht: TAT, Frankfurt/Main, 1992 UA des gesamten Textes: Bremer Theater, 2000
    • Metamorphosen (nach Ovid)
      UA Theater der Stadt Heidelberg, 1990