„After the Fall” in Ungarn


Szenische Lesung am 30. Januar 09 im Nationaltheater Budapest
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Besondere Erwähnung fand das Stück von Bettina Almássy, das von einer Leistungsschwimmerin in der DDR handelt, die zum Spielball der Menschen um sie herum wird, und – nach außen hin erfolgreich – sich selbst verliert.
Konzept und Projektleitung: Anna Lengyel, Dramaturgin
Workshopleitung: László Márton, Autor und Anna Lengyel, Dramaturgin
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops: Alexandra Adamkó, Bettina Almássy, Dénes Bíró, Ferenc Csuszner, Zsófia Erdélyi, Bálint Juhász, Viktor D. Juhász, Zsófia Kalotai, Bianka Nagy-Timcsuk, Péter Nádai, Alice Müller, István Orbán, Bálint Rada, Fruzsina Szakály, Péter Márk Vargha.
Auf ganz besondere Weise ging die Dramaturgin Anna Lengyel an das Thema „After the Fall“ heran. Gemeinsam mit dem Schriftsteller und Dramatiker László Márton rief sie einen dreiteiligen Workshop für junge Autoren am Nationaltheater Budapest ins Leben. Ab der zweiten Runde nahmen Schauspieler des Nationaltheaters am Workshop teil, um die dramatische Wirkung der Texte unmittelbar zu veranschaulichen. Der letzte Teil mündete am 30. Januar in einer szenischen Lesung: Auf der Gobbi-Hilda-Bühne des Nationaltheaters waren Ausschnitte aus den Stücken von Bettina Almássy, Ferenc Csuszner, Alice Müller und Márk Péter Vargha zu sehen und zu hören.
In Interviews nach der Aufführung sprechen drei der Autoren über ihre Stücke: Ferencz Csuszner hat eine authentische Geschichte über eine Flucht aus Siebenbürgen und deren Folgen verarbeitet, Alice Müller schuf eine so brutal-groteske wie witzige Szenerie um zwei Frauen, die in London an einem Zaun scheitern, und Márk Péter Vargha erfand eine Geschichte, um einen Jungen, dessen Herz trotz Zwangsentfernung in den Zeiten der Diktatur immer wieder nachwächst. Doch nach dem Ende der Diktatur führt diese Fähigkeit zur Massenproduktion...
Anna Lengyel und László Márton berichten im Gespräch über ihre Erfahrungen mit dem Workshop, die ganz unterschiedlichen Herangehensweisen der Autorinnen und Autoren, den problematischen Umgang der ungarischen Gesellschaft mit der Vergangenheit und die Situation des Theaters heute.










