Das Internationale Forum ist ein zweiwöchiges, international ausgeschriebenes Programm für professionelle Theatermacher bis 35 Jahre, die künstlerisch im Bereich Schauspiel arbeiten. Es versteht sich als Plattform für einen umfassenden praktischen und theoretischen Austausch.Das Stipendienprogramm steht unter dem Motto "Öffentlichkeiten inszenieren". Es findet statt in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Unterstützt wird es u.a. durch den Deutschen Bühnenverein und durch die Kulturministerien der deutschen Bundesländer.
"Öffentlichkeiten inszenieren"
Unter dem Motto "Öffentlichkeiten inszenieren" stehen zwei Fragen im Mittelpunkt des Internationalen Forums 2013: Wie wird aus Sicht des Theaters die Inszenierung der uns umgebenden Räume reflektiert? Und wie können mit künstlerischen Mitteln gezielt Formen von Öffentlichkeit hergestellt und inszeniert werden?
Die Leiter der künstlerischen Sektionen verfolgen dabei jeweils unterschiedliche methodische Ansätze und Perspektiven. Die Sektionen richten sich an Künstler aus allen Theaterbereichen, seien es Regisseure, Bühnen- oder Kostümbildner, Schauspieler, Dramaturgen, Autoren oder anderweitig künstlerisch Tätige.
Künstlerische Sektion 1 - Theater und Selbstermächtigung:
How public is the public? (AT)
Geleitet von Janez Janša, Autor, Ljubljana, Slowenien
Janez Janša ist Autor, Regisseur und Performer von interdisziplinären Perfomances. Auf teils radikale politische Weise hinterfragt er öffentliche Räume mit künstlerischen Mitteln. Aus Protest gegen die Politik des Premierministers von Slowenien, Janez Janša, nahm der als Emil Hrvatin geborene Theatermacher gemeinsam mit zwei weiteren Künstlern dessen Namen offiziell an.
Künstlerische Sektion 2 - Theater und Realität:
Truth Games. Partizipation, Intervention und Zeugenschaft.
Geleitet von Rimini Protokoll (Stefan Kaegi, Berlin)
Unter dem Label Rimini Protokoll inszeniert der Theatermacher Stefan Kaegi gemeinsam mit Helgard Haug und Daniel Wetzel u.a. dokumentarische Theaterstücke und Hörspiele rund um die Welt. In weiteren Konstellationen entstanden Stadtrauminszenierungen und das transportable Festival „Ciudades Paralelas“.
Künstlerische Sektion 3 - Theater und Urbanität
Raum Stadt Theater (AT)
Geleitet von raumlaborberlin (Markus Bader und Benjamin Foerster-Baldenius, Berlin)
Die „darstellenden“ Architekten von raumlaborberlin arbeiten an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und Intervention und nennen das „forschungsbasiertes Gestalten“. Öffentliche Räume sind für sie Narrative, Architektur ein Werkzeug, um temporäre Räume zu schaffen. Regelmäßig arbeiten sie auch für Theaterhäuser und Festivals überall auf der Welt.
Hinweis zu den künstlerischen Sektionen:
Jeder Teilnehmer beteiligt sich an einer praktischen künstlerischen Sektion über den gesamten Zeitraum. Ein Wechsel ist leider nicht möglich. Bitte nennen Sie in der Bewerbung die Sektion, die sie besonders interessieren in der von Ihnen bevorzugten Reihenfolge. Die Projektleitung wird versuchen, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Gegen Ende des Internationalen Forums findet eine nicht öffentliche Präsentation der Arbeitsweisen statt.




