Martin Kušej


© Arno Declair
Geboren am 14. 5.1961 in Wolfsberg / Kärnten. 1979-1982 Studium der Deutschen Sprache, Literatur und Sportwissenschaften an der Universität Graz. Er wechselt an die Grazer Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und schließt sein Regiestudium 1984 als Magister mit der Inszenierung von David Bretts „Ultramarin“ und 1985 mit einer Diplomarbeit über Robert Wilson ab. Nach dem Zivildienst wird er 1986 Regieassistent am Landestheater Salzburg und wechselt in gleicher Funktion ans Slowenische Nationaltheater Ljubljana.

Seit 1990 arbeitet er als freier Regisseur in Slowenien, Österreich, Italien und Deutschland. Gründet zusammen mit dem Bühnenbildner Martin Zehetgruber und der Dramaturgin Sylvia Brandl die freie Gruppe „my friend martin“. In der Spielzeit 1993/1994 wird er Hausregisseur am Stuttgarter Staatstheater und erhält für seine Inszenierung von Schillers „Kabale und Liebe“ den Gertrud-Eysoldt-Preis für junge Regisseure.

1996 debütiert er in Stuttgart mit Henry Purcell/John Drydens „König Arthur“ als Opernregisseur. Seither inszeniert er Opern in Stuttgart, Verona, Zürich und bei den Salzburger Festspielen. Gegen Ende seiner Zeit als Stuttgarter Hausregisseur inszeniert er auch am Wiener Burgtheater und am Hamburger Thalia Theater.

1999 wird er mit seiner Hamburger Inszenierung von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Seit der Spielzeit 2000/2001 arbeitet er als freier Regisseur am Wiener Burgtheater und am Hamburger Thalia Theater.

Von 2004 bis 2006 ist er für zwei Spielzeiten Schauspielchef der Salzburger Festspiele, um ab der Spielzeit 2006/2007 wieder als Opernregisseur und als freier Regisseur vor allem am Wiener Burgtheater und Bayerischen Staatsschauspiel zu arbeiten, welches er 2011 als Intendant übernimmt.