William Forsythe

Heterotopia, Tänzerin: Yoko Ando  © Dominik Mentzos
'Black-Flags', © Dominik Mentzos
'Black-Flags', © Dominik Mentzos


William Forsythe ist seit nunmehr über 45 Jahren als Choreograf tätig. Seine Werke sind dafür bekannt, die Praxis des Balletts aus der Identifikation mit dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert zu haben. Forsythes tiefgreifendes Interesse an organisatorischen Grundprinzipien hat ihn dazu geführt, ein breites Spektrum von Projekten in den Bereichen Installation, Film und internetbasierte Wissensentwicklung zu realisieren. Seine Ausbildung begann Forsythe bei Nolan Dingman und Christa Long in Florida. Er tanzte mit dem Joffrey Ballet und später mit dem Stuttgarter Ballett, dessen Hauschoreograf er 1976 wurde. In den folgenden sieben Jahren schuf er neue Werke für das Stuttgarter Ensemble und andere Ballett-Kompanien weltweit.

1984 begann seine 20-jährige Tätigkeit als Direktor des Ballett Frankfurt. 2004 formierte Forsythe ein neues Ensemble, The Forsythe Company, das er von 2005 bis 2015 leitete. Forsythe und seine Ensembles erhielten zahlreiche Auszeichnungen; seine Performance-, Film- und Installations-Arbeiten werden in zahlreichen Museen und Ausstellungen gezeigt. In Zusammenarbeit mit Medien-Spezialistinnen und -Spezialisten sowie Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt Forsythe neue, innovative Ansätze der Tanz-Dokumentation, -Forschung und -Lehre.

Derzeit ist er Professor of Dance und künstlerischer Berater des choreografischen Instituts an der University of Southern California Glorya Kaufman School of Dance und zudem als chorégraphe associé des Balletts der Pariser Oper tätig.
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Kurzporträt

Heterotopia, Tänzerin: Yoko Ando  © Dominik MentzosWilliam Forsythe, geboren in New York City, gilt als Erneuerer der Ballettpraxis und hat nachfolgende Generationen von Tänzerinnen und Tänzern sowie Choreografinnen und Choreografen geprägt. William Forsythe erarbeitete bahnbrechende Ballettchoreografien, experimentelle Tanztheaterstücke, digitale Tanzpartituren und raumbezogene Installationen, die Choreographic Objects.

Ein charakteristisches Merkmal dieser Werke ist die Organisation von Bewegung. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich frei durch die performative Ausstellung und werden Teil der choreografischen Anordnung. Unerwartet werden sie selbst zu Akteurinnen und Akteuren, die die installativen Werke vervollständigen. Linie, Bewegung, Klang, Kompositionsstrukturen und performative Aspekte im Raum spielen bei diesen Werken die zentrale Rolle.
Mario Kramer

    Choreografische Objekte seit 2014

    Heterotopia, Tänzerin: Yoko Ando  © Dominik MentzosA Volume within which it is not possible for certain Classes of Action to arise (2015)

    Abstand (2015)

    Aufwand (2015)

    Instructions 2015 (2015)

    Nowhere and everywhere at the same time nr. 3 (2015)

    Birds, Bonn 1964 (2014)

    Black Flags (2014)