WILHELM/ GROENER

'Am Bildaltar'  © Foto: WILHELM GROENER
"Am Bildaltar" Foto: WILHELM GROENER


Video: „K-Projekt - als ich die Treppe hinunterstieg um noch einen Abendspaziergang zu machen... (2014)“

WILHELM GROENER: Seit 2001 verbinden die Künstlerin Mariola Groener und der Tänzer Günther Wilhelm ihre Namen und Künste zum Label WILHELM GROENER. Mit einer Vorliebe für das Abseitige und Absurde verwenden sie in ihren Arbeiten Elemente aus Performance, Tanz und Installation. Mit Ihren Stücken »Vorgang benutzt«, »Paravent privé« und »Hotel Hassler« wurden Sie zur TANZPLATTORM 2000, 2006 und 2010 eingeladen. Im Frühjahr 2011 wurde ihre Retrospektive »WILHELM GROENER - geboren am 1. Mai 2001« in den UFERSTUDIOS präsentiert.

Mariola Groener, in Polen geboren, wuchs in München auf. Sie studierte künstlerische Fotografie, Film & AVMedien in Berlin und Essen/Folkwang. Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbs »Das große stille Bild« und erhielt das Berliner Choreografiestipendium, das ihr eine Arbeitsphase mit Anna Halprin SF/USA ermöglichte. Neben ihrer Co-Regietätigkeit als WILHELM GROENER ist sie als bildende Künstlerin tätig und stellt ihre Arbeiten im In- und Ausland aus. Außerdem war sie Mitbegründerin des Projekt- und Ausstellungsraums »forever and a day Büro«, Berlin.

Günther Wilhelm, in München geboren, studierte Butoh, klassischen und modernen Tanz in München und Berlin. Er war langjähriges Mitglied von VA Wölfs NEUER TANZ und arbeitete u.a. mit Dumb Type und Anna Huber. Er war Stipendiat der Stiftung Kulturfonds, Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop und erhielt das Berliner Tanz-/ Choreographiestipendium. Zur Zeit nimmt er am Studiengang MA Choreography in Amsterdam teil.

Links zum Thema

Kurzporträt

Mariola Groener / Günther Wilhelm

In der Bühnenarbeit „Wie ist dein Name?” werden von WILHELM GROENER zwei Wörter ins Spiel gebracht – via Overheadprojektor –, die wie Fahnen auch über den Werken dieser beiden Künstler wehen könnten: „beschränkt” und „konzentriert”. Denn Projekt um Projekt präparieren Mariola Groener und Günther Wilhelm einen Ideenkern heraus. Sie geben ihren Fragen eine klare, ja, oft strenge Struktur – und erlauben sich und dem Zuschauer trotzdem das eine und andere Augenzwinkern. Körper werden Teil von Bildkompositionen, Bewegung führt zu Positionen, fast schon Skulpturen. Es gibt Symmetrien, Wiederholungen, entscheidende Abweichungen. Der Betrachter fühlt sich zu plötzlichem Erkennen angeleitet – von berühmten Gemälden zum Beispiel in dem Stück „Am Bildaltar” –, aber auch mit einer Fremdheit konfrontiert, die wiederum erhellend sein kann. Das Vertraute erfährt Verschiebungen. Manchmal ist es, als sehe man so rätsel- wie ernsthaften Zeremonien zu, manchmal blitzt ein absurder, valentinesker Humor auf.

Zu ihrem zehnjährigen Bestehen zitieren WILHELM GROENER Karl Valentin – dieses Zitat kurz gefasst: man kann nicht vorsichtig genug sein mit Behauptungen. Das in der Tat lehren die Stücke, Performances, Filme der beiden Künstler: Man kann alles, was man zu kennen glaubt, auch anders sehen.

Sylvia Staude

Tourneefähige Produktionen

Korridor (2014)
1 Darsteller – Bühne 10 x 10 m – 60 min

K-Projekt (2014)
3 Darsteller – Bühne 15 x 20 m - 70 min

Heilung (2013)
8 Darsteller – Bühne 10 x 10 m – 60 min

Am Bildaltar (2010)
3 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 60 min

Am Anfang war das Ende (2009)
4 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 60 min

Hotel Hassler (2008)
3 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 50 min

Wie ist dein Name? (2007)
2 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 50 min

RE(V)UE TOTAL (2006)
5 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 60 min

Paravent privé (2005)
9 Darsteller – Bühne 10 x 12 m – 60 min

Ortnung (2002)
2 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 60 min

Getrennte Präsenz (2001)
1 Darsteller – Bühne 8 x 8 m – 50 min

33 SKIZZEN (seit 2001)
laufendes Performance–Projekt
2 Darsteller – Raum, Länge und Set variabel