Anna Konjetzky

'Lightning' © Franz Kimmel
''chipping' © Franz Kimmel
'chipping' © Franz Kimmel


Seit 2005 kreiert Anna Konjetzky Tanzstücke und Tanz-Installationen. Ihre Arbeit wurde u. a. bei SPIELART, Tanzwerkstatt München, Tanzfestival Saar, Festival Danse Balsa Marni Bruxelles und darüber hinaus in Kampala, Nairobi, Hanoi, Gent, Salzburg, Krakau, Luxemburg, etc. gezeigt. Ihre Tanz-Installation Abdrücke wurde 2012 zur Tanzplattform Deutschland eingeladen. Anna Konjetzky studierte Tanz und Theater in Brüssel und Berlin, u. a. an der internationalen Körpertheaterschule Lassaad und der Freien Universität Berlin. Von 2005 bis 2008 arbeitete sie als Assistentin der Choreografin Wanda Golonka am Schauspiel Frankfurt. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. 2006 das Tanzstipendium der Senatsverwaltung Berlin und 2014 den Förderpreis Tanz der Landeshauptstadt München.
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Kurzporträt

Anna Konjetzky

'Lightning' © Franz KimmelNachfragen und insistieren, bis der Punkt gefunden ist, der die fliegenden Gedanken zusammenhält. Das Gegenüber nicht aus der begonnenen Suche entlassen, sondern es in den Sog des eigenen Denkens ziehen. So verläuft ein Gespräch mit der Choreografin Anna Konjetzky, deren Arbeiten weltweit gezeigt werden. Das Erkunden macht die Qualität ihrer Arbeiten aus, in denen sie körperliche Extremzustände erforscht und mit installativen Raumanordnungen spielt, in denen Bewegung, Licht, Video und Sound gleichberechtigt interagieren. Sie arbeitet an der Grenze von Tanz und bildender Kunst und fordert die Zuschauenden mit Lücken in der Wahrnehmung und der Befragung des Verhältnisses von Tanzenden und Publikum heraus. In ihrer jüngsten Arbeit TESTLAUF schickt sie diese gemeinsam auf die Suche nach Situationen der Begegnung und des Miteinanders.

Auf einer hell erleuchteten Fläche, die sich aufgrund des Auf- und Abbauens von Holzwänden permanent wandelt, initiieren und stören die Tänzerinnen und Tänzer Bewegungen und Bewegungsströme, stoßen Gespräche an und teilen Gedanken zum Thema öffentlicher Raum. Der installationsartige Aufbau lebt durch die Interaktion und Energie von anwesenden Körpern, Raum und Sound. Die Kraft des Abends entsteht dabei nicht über gewaltige oder verstörende Bilder wie in vorherigen Arbeiten, sondern über die körperliche Präsenz und die Persönlichkeit der Tänzerinnen und Tänzer. Wo sich in der Soloarbeit chipping (2014) Sahra Huby im vibrierenden Raum, der von Video und fahrenden Kuben dominiert wird, verausgabt und um Aufmerksamkeit kämpft, werden in TESTLAUF die Zuschauenden via sie umgebender fluider Körperlichkeit zur Bewegung verführt. Sie können sich dem Sog des Geschehens ebenso wenig entziehen wie das Gegenüber einem Gespräch mit Anna Konjetzky und werden Ausgestalter des Raums.
Sarah Israel

Produktionen seit 2014

'Lightning' © Franz Kimmel||:Ein Bein hier und ein Bein dort:|| (2014)


chipping (2014)


TESTLAUF (2014)


Wah-Wah (2016)