Thomas Lehmen

© Foto: Thomas Lehmen
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Video: „Lehmen lernt“

Thomas Lehmen wurde 1963 in Oberhausen geboren. Er ist freiberuflicher Choreograf, Tänzer und Lehrer. Von 1986 bis 1990 studierte er an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam. Von 1990 bis Juli 2010 lebte er in Berlin. Hier entwickelte er zahlreiche Stücke und Projekte, u.a. „distanzlos“ (1999), „mono subjects“ (2001), „Schreibstück“ (2002), „It’s better to...“ (2004), „Lehmen lernt“ (2006) und „Schrottplatz“ (2010). Seine Arbeiten werden weltweit aufgeführt.

Seit 2010 wohnt Thomas Lehmen wieder in Dinslaken, NRW. Zu seinen wiederkehrenden Interessen gehören Kommunikation, Kybernetik und das menschliche Wesen, das sich in seiner Umwelt reflektiert und diese beeinflusst. Konzeptionelle Methoden und Darstellungsformen kennzeichnen seine Arbeiten, die oft sprachliche Elemente beinhalten. Auf der Ebene des Tanzes arbeitet er mit Interrelationen der Tänzer und mit tänzerischen Dialogen.

Thomas Lehmen unterrichtet an Universitäten in Amsterdam, Hamburg, Berlin, Reykjavik und gibt Workshops auf internationaler Ebene.

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Kurzporträt

Thomas Lehmen

© Foto: Thomas Lehmen
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Thomas Lehmen hatte mehrere Arbeiten entwickelt, die sich mit Fragen der Systemtheorie und der sozialen Interaktion auseinandersetzten („Funktionen“, „Kaffee, Kuchen, Menschen, Arbeit“, „Lehmen lernt“). Nun ist er zum Philosophischen zurückgekehrt. Wenn ich (Tanz-) Kunst mache, so Lehmens beharrliche Frage, an wen wende ich mich damit überhaupt? In „Schrottplatz“ tanzt er vor allem für die Dinge, die er gebeten hat, auf der Bühne Platz zu nehmen. Ihnen erklärt er die menschliche Welt. In „Heromatik“ stellt er den Menschen die Dinge in ihrer Verzauberung vor, um damit das Ende der Welt zu erklären.

Diese Zwiesprache in Grenzbereichen zeigt sich auch in Lehmens ausgedehnter Lehrtätigkeit, die unterschiedliche Weltsichten nicht zu harmonisieren oder zu vereinheitlichen, sondern zu respektieren versucht. Wie viel Platz allerdings die Welt bereit ist, der Kunst einzuräumen und ihrer Fähigkeit, Unvereinbares hervorzubringen, das bleibt eine „unanswered question“. Denn Kunst ist für Lehmen kein Modell der Gesellschaft, sondern ein Medium der Unsicherheit. Wie die Welt – ob der Dinge oder der Menschen.

Franz Anton Cramer

Tourneefähige Produktionen

© Foto: Thomas Lehmen
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Bitte (2012)
5 Tänzer

Schrottplatz (2010)
solo – 60 min

Heromatik (2008)
solo – 60 min

Invitation (2006)
Tanz–Installation

In All Languages (2006)
solo – 60 min

Lehmen lernt (2006)
solo – 70 min

It’s better to (2004)
4 Tänzer – 65 min

Funktionen (2004)
Anzahl der Tänzer variabel

Stationen (2003)
Anzahl der Tänzer variabel

Schreibstück (2002)
9 Tänzer – 75 min

mono subjects (2001)
3 Tänzer – 60 min

distanzlos (1999/2000)
solo – 55 min