Deutscher Tanzpreis für Ivan Liška und Gözde Özgür (03.02.1012)
Am 4. Februar wird in Rahmen einer Ballettgala im Aalto Theater Essen der Deutsche Tanzpreis verliehen, diesmal in beiden Kategorien an das Bayerische Staatsballett.
Seit 1983 werden mit dem Deutschen Tanzpreis Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um den künstlerischen Tanz in Deutschland besonders verdient gemacht haben. Zu den Trägern des vom Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik ausgelobten Preises gehören Legenden wie Gret Palucca, Hans von Manen, Pina Bausch oder Heinz Spoerli. 2012 geht er an Ivan Liška, der damit für seine Weltkarriere als Tänzer und für seine Tätigkeit als Direktor des Bayerischen Staatsballetts geehrt wird.
Als Tänzer wirkte er in zahlreichen Werken von John Neumeier, Maurice Béjart, John Cranko oder Jose Limon mit. Zu sehen war er auch in Choreografien seines Landmannes Jiři Kylián. Beide hatten in den 1960er Jahren am Konservatorium in Prag studiert und später die Bühnen der Welt erobert. Die Welt hat Liška auch heute fest im Blick: Unter seiner Leitung ging das Bayerische Staatsballett erstmals auf Tourneen nach Indien, Tschechien, China, Taiwan und Kanada.
Gözde Özgürs Weg führte vom Staatlichen Konservatorium Ankara über die Ballettakademie Zürich hin zum Bayerischen Staatsballett, wo sie 2008 als Gruppentänzerin begann. Durch ihre Interpretation der Titelfigur in Mats Eks Giselle rückte sie vor zwei Jahren in den Fokus nationaler und internationaler Aufmerksamkeit. Nun wird sie mit dem Deutschen Tanzpreis Zukunft ausgezeichnet, der seit 2005 an herausragende Nachwuchskünstler vergeben wird.
Jeannette Neustadt
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
Februar 2012
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Februar 2012









