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Dieses Glossar erklärt häufig wiederkehrende Terminologie rund um die Thematik von Sprache und Integration. Es soll Ihnen helfen, sich in dem auf den ersten Blick vielleicht unübersichtlich erscheinenden Dickicht von Bezeichnungen und Begriffen zu orientieren.
Glossar

Integrationskurs

Mit dem Zuwanderungs- und Aufenthaltsgesetz, das am 1. Januar 2005 in Kraft trat, wurden Deutschkurse für alle Neuzuwanderer verpflichtend gemacht und die bestehenden Deutschkurse für Aussiedler/innen und „ausländische Arbeitnehmer/innen“ zusammengeführt. Die Zuständigkeiten gingen damals vom Arbeits- und Familienministerium an das Innenministerium über, das wiederum das damalige „Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge" (BAFL) mit der Verwaltung beauftragte und zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erweiterte.

Das BAMF ist seitdem für die Zulassung und Verpflichtung der Migrantinnen und Migranten zu den Integrationskursen, deren Konzeption und für die Vergabe der Fördermittel zuständig. Obligatorisch ist der Integrationskurs nicht nur für Neuzugewanderte in den ersten zwei Jahren, sondern ebenso für arbeitslose Zugewanderte. EU-Bürger und Zugewanderte, die schon länger als zwei Jahre in Deutschland leben, aber bisher nur unzureichend Deutsch gelernt haben, können freiwillig teilnehmen.

Neben dem allgemeinen Integrationskurs gibt es folgende spezielle Angebote: Die Integrationskurse werden von sog. Kurs- bzw. Maßnahmenträgern mithilfe einer Förderung durch das BAMF durchgeführt. Zu diesen Kurs- bzw. Maßnahmenträgern gehören Volkshochschulen, private Sprachschulen, Initiativgruppen und Wohlfahrtsverbände wie Caritas, AWO oder der Internationale Bund. Die Träger werden in einem förmlichen Verfahren ausgewählt und vom Bundesamt zugelassen.

Die Teilnehmer der Integrationskurse sind zu 34,9% Neuzugewanderte (Stand: 09.01.2016). Zugewanderte mit längerem Aufenthalt und EU-Bürger, die freiwillig teilnehmen können, bilden mit 46,9% die größte Gruppe in den Kursen. Dazu kommen noch einmal 10,5 %, die wegen Arbeitslosigkeit von der Ausländerbehörde oder der Agentur für Arbeit zur Teilnahme verpflichtet werden. Der Anteil der Spätaussiedler/innen ist inzwischen gering und beträgt gegenwärtig 3,6%.



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