Kulturproduktion (migrantische)
In der deutschen Kulturproduktion sind migrantische Akteure längst selbstverständlich geworden - gerade in den Feldern Film und Literatur sind Namen wie Feridun Zaimoğlu, SAID und Fatih Akın feste Größen. Gleichzeitig werden diese Akteure meist als „deutsch-türkisch“, „deutsch-italienisch“ oder „mit Migrationshintergrund“ beschrieben. Der migrantische Hintergrund, liegt er auch schon einige Generationen zurück, ist für das Kulturfeld zur werkeinordnenden Kategorie geworden. Im Literaturfeld realisiert sich diese Tendenz in Begriffen wie vormals „Gastarbeiterliteratur“, „Ausländerliteratur“ oder heute „Interkulturelle Literatur“.
Gleichzeitig kann Migration für Kulturproduzentinnen und -produzenten auch eine Ressource bedeuten, um sich im Kunstfeld zu etablieren, indem Migration beispielsweise als subversive Strategie oder inhaltlich-kritisch genutzt wird. Kollektive wie Kanak Attak, oder das Ballhaus Naunynstraße gehen in ihrer Arbeit eher von einem „postmigrantischen“ Begriff aus und stellen sich gegen euphemisierende und dem Grunde nach stigmatisierende Multikulturalismusdebatten.











