Mobilität
Migration verläuft selten nur in eine Richtung, sondern umfasst komplexe, mehretappige Bewegungen. Daher spricht die zeitgenössische Migrationsforschung auch von „Transmigrantinnen“ und „Transmigranten“, um den komplexen Bewegungen und Praktiken der Migration Ausdruck zu geben.
Migration umfasst sowohl physische als auch symbolische Mobilitätspraktiken, da der Herkunftsort mit dem aktuellen Migrationsort zu einem zusammenhängenden Lebensalltagsraum verknüpft wird. Dabei werden einerseits transnationale Kommunikationspraktiken zum Aufrechterhalten und Knüpfen sozialer Beziehungen angewandt, aber auch Bewegungen von Menschen, Gütern und Finanzströmen vollzogen.
Die Mobilität von Migrantinnen und Migranten wird, in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen juridischen Status, sehr stark von Reglementierungen und Politiken der Herkunfts- und Zielregionen sowie supranationalen Bestimmungen festgelegt. Für die neuere Migrationsforschung bedeutet dies auch, die Kreuzungen der verschiedenen Bewegungen (z.B. Tourismus und Migration an den Küsten des Mittelmeers) in den Blick zu nehmen, und die Zonen des Transits als Zentren von Mobilität mit vielfältigen Routen, Eigendynamiken und -strategien der Migration zu verstehen.











