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Dieses Glossar erklärt häufig wiederkehrende Terminologie rund um die Thematik von Sprache und Integration. Es soll Ihnen helfen, sich in dem auf den ersten Blick vielleicht unübersichtlich erscheinenden Dickicht von Bezeichnungen und Begriffen zu orientieren.


Selbstorganisation (migrantische)

In der öffentlichen Meinung werden Migrantinnen und Migranten selten als politisch aktive Subjekte wahrgenommen. Doch ein Blick in die frühe Phase der sogenannten „Gastarbeit“ zeugt von vielfältigen migrantischen Selbstorganisationsformen, wie etwa der Gründung von migrantischen Vereinen und Initiativen zu kulturellen und sozialen Inhalten. Eigenständig organisierte politische Projekte und die Beteiligung an Protestbewegungen seit den 1960er Jahren widerlegen das Bild von den nicht agierenden Subjekten. Migrantinnen und Migranten setzten sich für die Angleichung der Löhne, eine Verbesserung der Wohnsituationen, das Recht auf Bildung und Gleichberechtigung und somit für ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe ein. Obwohl diese Bewegungen und Initiativen kaum in die offizielle Geschichtsschreibung Eingang gefunden haben, wirkten sich solche Selbstermächtigungsprozesse nachhaltig auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung, wie z.B. die Gründung von Ausländerbeiräten in der bundesdeutschen Kommunalpolitik, aus.

Migrantische Vereine und Initiativen stehen häufig in Zusammenhang mit Netzwerken, organisiert in sogenannten Diaspora-Gemeinschaften, die lokal und transnational agieren. Sie haben oft Mitglieder unterschiedlicher Staatsbürgerschaften und pflegen einen transnationalen Austausch mit anderen Initiativen und Projekten, die über nationale Grenzen hinausgehen.

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Sprache und Integration

Themenmappe, in der das Engagement des Goethe-Instituts im Bereich „Sprache und Integration“ vorgestellt wird (PDF, ca. 2 MB)

Fikrun wa Fann

Themenheft der Kulturzeitschrift für den Dialog mit der islamischen Welt zu Migration