Transnationalität
Durch Mobilitäts- und Migrationsprozesse bewegen sich Akteure grenzüberschreitend, kommen an neue Orte, bleiben, kehren zurück, ziehen weiter oder pendeln hin- und her, gleichwohl bleibt die Herkunftsregion meist ein relevanter Bezugsraum. So entstehen vermehrt transnationale Biografien und Identitäten. Mit dem transnationalen Austausch und der Zirkulation von Ideen, Gütern und Menschen entstehen Räume des sozialen Mehrfachpositionierens, dichter Kommunikation und flexibler Mobilität. Durch komplexe transnationale Praktiken werden verschiedene Beziehungsnetzwerke und Räume miteinander verknüpft. In der Folge bilden sich eigene soziokulturelle Strukturen und hybride Kulturprozesse mit neuen Lebensstilen, Praktiken und Symboliken heraus, was sowohl auf die Herkunftsregionen als auch Aufenthaltsorte wirkt. Der migrantische Lebensalltag zeigt das Aufbrechen starr gedachter, homogen konzipierter Nationalitätskonzepte auf. Die zeitgenössische Migrationsforschung versteht migrantische Akteure daher als „Transmigrantinnen“ und „Transmigranten“, die ihre soziokulturellen Ressourcen in verschiedenen sozialen Räumen nutzen.












