Fortbildungen für muslimische Gemeinden

Deutschlandweit: 100 „Imame für Integration“ fortgebildet

wilfried-dechau.deSozialsenator Detlef Scheele verabschiedet am 6. Dezember im Hamburger Rathaus zwölf Imame, die an dem letzten Kurs „Imame für Integration“ des Goethe-Instituts teilgenommen haben. In Sprach- und Landeskundeseminaren wurden 100 Imame dabei unterstützt, die Bedürfnisse und Probleme von Muslimen bei der Integration in Deutschland zu erkennen, Lösungen anzubieten und Hilfsangebote zu vermitteln.


Hamburg

6. Dezember

© wilfried-dechau.de„Imame für Integration“ startete vor drei Jahren in Nürnberg und wurde in sieben Städten angeboten: Nürnberg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Hannover und Hamburg. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das Goethe-Institut und die Türkisch-Islamische Union (DITIB) hatten das Konzept gemeinsam entwickelt. Es umfasste Sprachkurse und Landeskundeseminare, in denen städtische und kirchliche Einrichtungen besucht wurden, um eine bessere Vernezung zu ermöglichen und Vorbehalte auf beiden Seiten abzubauen. Das Besondere des Hamburger Kurses war, dass nicht nur Imame der DITIB teilnahmen, sondern auch solche aus anderen Dachverbänden und Nationalitäten.

„Der Dialog zwischen muslimischen Gemeinden, kommunalen und kirchlichen Organisationen setzt sprachliche und interkulturelle Kompetenzen voraus“, sagt Angela Kaya, Regionalleiterin der Goethe-Institute in Deutschland. „Die Arbeit des Goethe-Instituts steht seit vielen Jahren für einen partnerschaftlichen Dialog der Kulturen. Das Projekt ,Imame für Integration‘ hat uns darin bestärkt, unser Engagement auch im Inland in dieser Richtung fortzusetzen.“

Hoher Praxisbezug
In jedem Integrationskurs erhielten 15 Imame aus umliegenden Gemeinden berufsbegleitend etwa 500 Stunden Deutschunterricht. Das Curriculum umfasste außerdem zwölf Seminartage zu interkulturellen und landeskundlichen Themen wie Staat und plurale Gesellschaft, Alltag in Deutschland, religiöse Vielfalt, Migration, Bildung und Ausbildung sowie Vereinsarbeit. Ein hoher Praxisbezug und eine enge Verbindung zur jeweiligen Stadt wurden durch Besuche und Hospitationen in städtischen Einrichtungen sichergestellt. Gefördert wurde dabei die Zusammenarbeit von Imamen der DITIB mit staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen in Deutschland.

Das Goethe-Institut, das über umfangreiche Erfahrungen mit der Zielgruppe verfügt, führte die Kurse durch; das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die DITIB förderten und begleiteten das Projekt.

Links zum Thema

 

Deutsch für den Beruf

© Colourbox.de
Hinweise auf Lernmaterial und Lehrbücher aus verschiedenen Fachgebieten sowie Informationen zu Methodik und Didaktik

Fikrun wa Fann

Themenheft „Migration“ der Kulturzeitschrift für den Dialog mit der islamischen Welt